An­ka­ra wirft Deut­schen Dop­pel­mo­ral vor

Dresdner Morgenpost - - POLITIK -

IS­TAN­BUL - Rie­sen­är­ger nach der Pro-Er­do­gan-De­mo in Köln - der tür­ki­sche Vi­ze-Mi­nis­ter­prä­si­dent Nu­man Kur­tul­mus (57) wirft Deutsch­land Dop­pel­mo­ral vor: Die deut­schen Be­hör­den be­schwer­ten sich „bei je­der Ge­le­gen­heit“dar­über, dass die De­mo­kra­tie in der Tür­kei ein­ge­schränkt wer­de, im Fal­le der De­mons­tra­ti­on in Köln be­hin­der­ten sie je­doch die Mei­nungs­frei­heit.

Das Ver­bot der Live-Zu­schal­tung von Prä­si­dent Re­cep Tay­yip Er­do­gan (62) führ­te auch zu di­plo­ma­ti­schen Dif­fe­ren­zen: Das tür­ki­sche Au­ßen­mi­nis­te­ri­um be­stell­te den Ge­sand­ten der deut­schen Bot­schaft in An­ka­ra zum Ge­spräch ein. Bot­schaf­ter Mar­tin Erd­mann (61) ist im Ur­laub. Der Spre­cher des Aus­wär­ti­gen Amts, Mar­tin Schä­fer, spiel­te den Vor­fall her­un­ter: Die Bit­te zum Ge­spräch sei zwi­schen Staa­ten ei­ne „tag­täg­lich vor­kom­men­de Nor­ma­li­tät“. Tür­ki­sche Zei­tun­gen wie die re­gie­rungs­na­he „Ye­ni Akit“hetz­ten: „Deutsch­land ist kein Freund, son­dern ein Feind.“

Wie es der tür­ki­schen Re­gie­rungs­par­tei AKP ge­fällt: Die Zei­tung „Ak­sam“hetzt per Na­zi-Ver­gleich ge­gen Kanz­le­rin Mer­kel.

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