Fra­gen klä­ren

Dresdner Morgenpost - - DRESDEN - Von Do­mi­nik Brüg­ge­mann

Der Vor­der­mann pennt, der Hin­ter­mann fährt stän­dig dicht auf, der Rad­fah­rer ne­ben­an hängt fast am ei­ge­nen Au­ßen­spie­gel - und dann kreuzt plötz­lich ein Klein­kind die Stra­ße. Bis­lang ist in sol­chen Mo­men­ten im Stra­ßen­ver­kehr die vol­le Auf­merk­sam­keit not­wen­dig, um ei­nen Un­fall zu ver­mei­den.

Künf­tig soll schon­die Tech­ni­kim Vor­feld sol­che er­ken­nenNot­si­tua­tio­nen und über­haupt nicht ent­ste­hen las­sen. Sen­so­ren und Com­pu­ter sol­len die Au­tos zu Selbst­fah­rern ma­chen. Der Fah­rer muss im bes­ten Fall nur ab und an ein­grei­fen. Der Traum vom ver­netz­ten und au­to­ma­ti­sier­ten Fah­ren könn­te es mög­lich ma­chen. Dres­den soll so­gar zur Pro­be­stadt wer­den, ge­för­dert vom Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um.

Ei­ni­ge tech­ni­sche De­tails klin­gen pri­ma: Die ra­san­te Funk­ver­bin­dung zwi­schen al­len Au­tos zeigt Park­plät­ze, Un­fäl­le und ro­te Am­peln an. Weil al­le Au­tos „ver­bun­den“sind, wer­den Ra­ser und an­de­re irr­sin­ni­ge Ma­nö­ver ganz au­to­ma­tisch aus dem Ver­kehr ge­zo­gen.

Dwenn och der vie­le wer­den:von Fra­gen Men­schenWer müs­sen­wird pro­gram­mier­te­haft­bar drin­gend ge­macht,ge­klärt Com­pu­te­ras­sis­tent ei­nen Un­fall ver­ur­sacht? Wer stellt bei kom­plett un­be­mann­ten Fahr­zeu­gen das Warn­drei­eck auf? Und wie si­cher sind die ver­netz­ten Pkws? Las­sen sie sich leicht ha­cken und gar als rol­len­de Bom­be ein­set­zen? Und was ge­schieht mit mei­nen Da­ten, die ich mit al­len an­de­ren Ver­kehrs­teil­neh­mern tei­le?

So­lan­ge die­se Fra­gen nicht ge­klärt sind, neh­me ich das Steu­er und da­mit die Ver­ant­wor­tung lie­ber selbst in die Hand.

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