Ver­zwei­fel­ter Kampf ge­gen AS­SAD

Dresdner Morgenpost - - POLITIK -

Im be­la­ger­ten Alep­po ver­su­chen Re­bel­len­grup­pen, ei­ne Schnei­se in die Re­gie­rungs­trup­pen von Macht­ha­ber As­sad zu schla­gen. Den Men­schen in der Stadt droht ei­ne hu­ma­ni­tä­re Ka­ta­stro­phe. Ih­re Hoff­nun­gen set­zen die Be­woh­ner auf die Is­la­mis­ten.

Die Op­po­si­ti­ons­grup­pen ha­ben mit An­grif­fen auf den Be­la­ge­rungs­ring des sy­ri­schen Macht­ha­bers Ba­schar al-As­sad (50) be­gon­nen. Alep­po im Nor­den Sy­ri­ens ist fast seit Be­ginn des Bür­ger­kriegs hef­tig um­kämpft und zwei­ge­teilt: Der Os­ten wird von Re­bel­len ge­hal­ten, der Wes­ten von Re­gie­rungs­trup­pen.

Bei hef­ti­gen Kämp­fen sind Dut­zen­de Men­schen ge­tö­tet wor­den. Min­des­tens 30 Zi­vi­lis­ten star­ben nach An­ga­ben der Sy­ri­schen Be­ob­ach­tungs­stel­le für Men­schen­rech­te durch Gra­na­ten­be­schuss sy­ri­scher Re­bel­len bei dem Ver­such, die Blo­cka­de der frü­he­ren Han­dels­me­tro­po­le zu durch­bre­chen. Un­ter den Op­fern sei­en elf Kin­der und sie­ben Frau­en.

Wel­che der Re­bel­len­grup­pen die Gra­na­ten

ab­ge­schos­sen hat, war zu­nächst un­klar. Kämp­fer un­ter der Füh­rung meh­re­rer is­la­mis­ti­scher Grup­pen ver­su­chen, neue Ver­sor­gungs­we­ge in den Ost­teil der Stadt zu schla­gen, und grei­fen die Re­gie­rungs­trup­pen von au­ßen an.

Vor mehr als zwei Wo­chen hat­te das sy­ri­sche Mi­li­tär die letz­te Nach­schub­rou­te der Re­bel­len ge­kappt. Nach Schät­zun­gen der UN sind bis zu 300000 Men­schen von der Au­ßen­welt ab­ge­schnit­ten. In­ter­na­tio­na­le Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen be­fürch­ten ei­ne hu­ma­ni­tä­re Ka­ta­stro­phe.

Wer­den von den Re­bel­len mas­siv an­ge­grif­fen: Sol­da­ten der sy­ri­schen Ar­mee in Alep­po. Hef­ti­ger Gra­na­ten­be­schuss er­schüt­tert das be­la­ger­te Alep­po.

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