„Für Gold muss ich in Rio Welt­re­kord schwim­men!“

Dresdner Morgenpost - - OLYMPIA -

PALHOCA - Welt­meis­ter Mar­co Koch macht sich vor sei­nem Olym­pia-Ren­nen über 200 Me­ter Brust kei­ne Il­lu­sio­nen. „Ich ha­be im­mer ge­sagt, man muss Welt­re­kord schwim­men, um in Rio zu ge­win­nen“, sagt die größ­te Me­dail­len­hoff­nung der deut­schen Schwim­mer.

Bei sei­nem WM-Ti­tel vor ei­nem Jahr hat­te sich der Darm­städ­ter ähn­lich ge­äu­ßert und war trotz sei­nes Sie­ges ent­täuscht über die Zeit. So ist Edel­me­tall für den 26-Jäh­ri­gen nicht so wich­tig wie ei­ne gu­te Leis­tung: „Ich will al­les ver­su­chen, was mög­lich ist, und möch­te mir nach dem Ren­nen in Rio nichts vor­wer­fen müs­sen. Dann wer­de ich auch zu­frie­den sein, wenn’s kei­ne Me­dail­le wird. Al­les an­de­re wä­re ja ver­rückt.“Der Welt­re­kord des Ja­pa­ners Aki­hi­ro Ya­ma­gu­chi steht bei 2:07,01 Mi­nu­ten, Kochs deut­scher Re­kord von der EM 2014 bei 2:07,47.

Koch reist erst kurz vor sei­nem Ren­nen an. Bis zum Wo­che­n­en­de trai­niert er mit Heim­coach Alex­an­der Krei­sel in 1500 km süd­lich von Rio in Darm­stadt.

Nach dem Fi­na­le über 200 Me­ter Brust am 10. Au­gust wird Koch sich kei­ne an­de­ren Wett­kämp­fe an­se­hen, son­dern nach Deutsch­land zu­rück­rei­sen. Di­rekt nach Olym­pia ste­hen lu­kra­ti­ve Welt­cups in Frank­reich und Ber­lin an. „Hof­fent­lich kann ich mir da ein biss­chen fi­nan­zi­el­le Un­ter­stüt­zung si­chern“, sagt Koch, der mit den Ein­künf­ten aus Preis­gel­dern nach ei­ge­nen An­ga­ben „ganz gut zu­recht“kommt.

Tol­ler Schnapp­schuss!

Brust-Spe­zia­list Mar­co Koch beim Trai­ning - hier al­ler­dings

noch nicht in Bra­si­li­en, son­dern abends da­heim in Darm­stadt

un­ter Flut­licht.

Aki­hi­ro Ya­ma­gu­chi

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