Ver­band will mehr Geld für Be­ra­tung von Schwan­ge­ren

Dresdner Morgenpost - - SACHSEN -

DRES­DEN - Sach­sens So­zi­al­ver­bän­de schla­gen Alarm: Für die Be­ra­tung von Schwan­ge­ren wer­de drin­gend mehr Geld ge­braucht. „Wir sto­ßen an die Gren­zen un­se­rer Mög­lich­kei­ten“, so Chris­ti­an Schön­feld (57), Chef der Li­ga der Frei­en Wohl­fahrts­pfle­ge in Sach­sen. Da­zu ge­hö­ren u.a. das Deut­sche Ro­te Kreuz, Ca­ri­tas, Ar­bei­ter­wohl­fahrt und Dia­ko­nie.

Die Trä­ger müss­ten 20 Pro­zent der Kos­ten selbst fi­nan­zie­ren, ob­wohl die Be­ra­tung von Schwan­ge­ren ge­setz­li­che Pflicht­auf­ga­be sei, so Schön­feld. Die­se Ei­gen­mit­tel könn­ten kaum noch auf­ge­bracht wer­den. Er ver­wies auf Thü­rin­gen, wo das Land jetzt die Per­so­nal­kos­ten zu 100 Pro­zent über­neh­me, die Sach­kos­ten zu 80 Pro­zent. Sol­le das flä­chen­de­cken­de Be­ra­tungs­an­ge­bot er­hal­ten blei­ben, müs­se Sach­sen den För­der­be­trag neu fest­set­zen. Er müs­se von 55 000 Eu­ro pro Jahr und Voll­zeit­kraft auf min­des­tens 65 000 Eu­ro stei­gen.

In den 56 Be­ra­tungs­stel­len der Li­ga wur­den im Vor­jahr 4 815 Frau­en in 5107 Ge­sprä­chen zu ei­ner Ab­trei­bung be­ra­ten. In mehr als 24 300 Fäl­len ging es um psy­cho­so­zia­le Be­ra­tung. mor

In Sach­sen gibt es ins­ge­samt 72 an­er­kann­te Be­ra­tungs­stel­len für Schwan­ge­re. 56 ge­hö­ren zur Li­ga der frei­en Wohl­fahrts­pfle­ge. For­dert mehr Geld für die Schwan­ge­ren­be­ra­tung: Li­ga-Chef Chris­ti­an Schön­feld (57).

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