Ös­ter­reich will EU-Ge­sprä­che mit Tür­kei stop­pen

Dresdner Morgenpost - - POLITIK -

WIEN - Für Ös­ter­reichs Bun­des­kanz­ler Chris­ti­an Kern (50) ist es klar: Die Tür­kei wer­de auch „in Jahr­zehn­ten“kein Bei­tritts­kan­di­dat für die EU sein. Und des­we­gen for­dert er, die seit 2005 lau­fen­den Ver­hand­lun­gen dar­über end­gül­tig zu be­en­den.

Die EU-Bei­tritts­ver­hand­lun­gen mit der Tür­kei sei­en „nur noch di­plo­ma­ti­sche Fik­ti­on“, sag­te Kern. „Wir wis­sen, dass die de­mo­kra­ti­schen Stan­dards der Tür­kei bei Wei­tem nicht aus­rei­chen, um ei­nen Bei­tritt zu recht­fer­ti­gen.“Er wer­de das The­ma da­her am 16. Sep­tem­ber im Eu­ro­päi­schen Rat auf den Tisch le­gen.

Dass An­ka­ra als Re­ak­ti­on auf ei­ne schwin­den­de EU-Per­spek­ti­ve den Flücht­lings­de­al mit Brüs­sel plat­zen las­sen wür­de, be­zwei­felt Kern. „Wir sind ge­gen­über der Tür­kei kein Bitt­stel­ler, wir sind ei­ner der größ­ten In­ves­to­ren, der tür­ki­sche Tou­ris­mus hängt an uns, und was man nicht ver­ges­sen darf, der Wes­ten fi­nan­ziert das Leis­tungs­de­fi­zit der Tür­kei.“

Ös­ter­reichs Kanz­ler Chris­ti­an Kern (50)

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