Lei­chen­um­ris­se vor Par­tei­bü­ros auf­ge­taucht

Kon­takt in die Spray­er-Sze­ne Wer will Ein­lauf­kind bei Dy­na­mo wer­den?

Dresdner Morgenpost - - DRESDEN -

Im­mer wie­der muss die Stadt öf­fent­li­che Ob­jek­te von il­le­ga­len Schmie­re­rei­en be­rei­ni­gen. Seit 2012 konn­te stadt­weit ei­ne gro­ße An­zahl von Strom- und Ver­tei­ler­käs­ten von il­le­ga­len Graf­fi­ti be­freit und bei­spiels­wei­se in en­ger Zu­sam­men­ar­beit mit dem „Spi­ke Dresden“ge­stal­tet wer­den. Der Ver­ein ist auf dem Ge­biet der Graf­fi­ti­prä­ven­ti­on in­ten­si­ver Ko­ope­ra­ti­ons­part­ner der Stadt. Die Ju­gend- und So­zi­al­mit­ar­bei­ter pfle­gen seit Jah­ren ei­nen gu­ten Kon­takt in die Spray­er-Sze­ne und küm­mern sich er­folg­reich um Graf­fi­ti-Pro­jek­te. dbr Er­neut schmier­ten Frem­den­fein­de ver­meint­li­che Lei­chen­um­ris­se auf die Stra­ßen Dres­dens. Dies­mal traf es aber kei­ne Bahn­hö­fe, son­dern Par­tei­bü­ros.

„Eu­re Schuld Reut­lin­gen“, so krit­zel­ten es die Flücht­lings­geg­ner groß­flä­chig auf den Bür­ger­steig vor der Lan­des­ge­schäfts­stel­le der Lin­ken in der Kleist­stra­ße.

In der glei­chen Nacht wur­de auch der Weg vorm Grü­nen-Ab­ge­ord­ne­ten­bü­ro Va­len­tin Lipp­manns (25) in der Schlü­ter­stra­ße mit Krei­de ver­un­stal­tet. Dem par­la­men­ta­ri­schen Ge­schäfts­füh­rer der Grü­nen im Land­tag wur­de

Zwi­schen Schmie­re­rei­en und an­spruchs­vol­len Graf­fi­ti ist der Un­ter­schied häu­fig flie­ßend. So­bald sie un­er­laubt auf frem­de Wän­de ge­sprüht wer­den, ha­ben sie aber eins ge­mein­sam: Sie sind il­le­gal und ih­re Ent­fer­nung kos­tet viel Geld.

Statt stän­dig Putz­trupps los­zu­schi­cken, re­agiert die Stadt­ver­wal­tung jetzt mit ei­ner Wer­be­kam­pa­gne für gleich die Schuld für die Blut­ta­ten in Würz­burg, Ans­bach und Reut­lin­gen zu­ge­scho­ben.

Be­reits seit Wo­chen hin­ter­las­sen Neo­na­zis, die „Iden­ti­tä­re Be­we­gung“und an­de­re Frem­den­fein­de an­geb­li­che Tat­or­te ei­nes Mor­des, um ge­gen Flücht­lin­ge Stim­mung zu ma­chen. eho ganz le­ga­le Spray­flä­chen, den so­ge­nann­ten „le­gal plains“. Ins­ge­samt 115 Wer­be­pla­ka­te ma­chen ak­tu­ell auf die sechs Stand­or­te auf­merk­sam (F.r.). So­zi­al­ar­bei­te­rin Fran­zis­ka Schus­ter (29) vom Ju­gend­haus „Ga­me“an der Ga­mig­stra­ße in Proh­lis: „Un­se­re Wän­de für Spray­er kom­men sehr gut an, wer­den re­gel­mä­ßig neu be­sprüht.“Je an­ge­se­he­ner die Spray­er sind, des­to län­ger blei­ben die Graf­fi­ti an der Wand.

Hier kön­nen die Klei­nen ih­ren gro­ßen Ido­len ganz nah sein: Die Ost­säch­si­sche Spar­kas­se Dresden und die MO­PO su­chen 23 Dy­na­mo-Ein­lauf­kin­der! Die dür­fen mit ih­ren Stars beim Zweit­li­ga-Der­by ge­gen Erz­ge­bir­ge Aue ins DDV-Sta­di­on ein­lau­fen (18. Sep­tem­ber, An­pfiff um 13.30 Uhr).

Wie Ihr Euch

be­wer­ben

Zu­letzt hat­te die Stadt rund um den Bahn­hof Mit­te Elek­tro­schalt­käs­ten mit Graf­fi­ti ver­se­hen las­sen, da­für 1 200 Eu­ro in die Hand ge­nom­men. Ord­nungs­bür­ger­meis­ter Detlef Sit­tel (49, CDU): „Ne­ben der Be­kämp­fung il­le­ga­ler Graf­fi­ti ist es eben­so wich­tig, prä­ven­tiv tä­tig zu sein. An­spre­chen­de Gestal­tun­gen ver­mei­den Schmie­re­rei­en und hel­fen, dem Phä­no­men Graf­fi­ti dif­fe­ren­ziert zu be­geg­nen.“dbr könnt? Schießt ein Foto von Euch, auf dem wir se­hen kön­nen, wie sehr Ihr Fan von Dy­na­mo Dresden seid. Egal ob mit Ball, im Tri­kot des Lieb­lings­spie­lers, auf dem Fuß­ball­platz oder in Eu­rem Zim­mer. Schickt es an

Bit­te nennt uns da­zu noch Eu­ren voll­stän­di­gen Na­men, Al­ter, Kon­fek­ti­ons­grö­ße, Kon­takt­da­ten und die Kon­takt­da­ten Eu­rer Be­gleit­per­son so­wie Eu­ren Ver­ein (Da­ten ver­trau­lich).

Wich­tig ist auch, dass Ihr zwi­schen 10 und 12 Jah­re alt seid und in ei­nem Sport­ver­ein (muss nicht Fuß­ball sein) in oder um Dresden tä­tig seid. Ein­sen­de­schluss ist der 15. Au­gust!

Im Ju­gend­haus „Ga­me“in Proh­lis ste­hen le­ga­le Spray­wän­de be­reit. Schrift­zü­ge wie die­se sol­len so ver­hin­dert wer­den.

Jetzt be­wer­ben und Ein­lauf­kind bei Dy­na­mo Dresden wer­den!

Die ma­ka­be­re Pro­pa­gan­da gibt der Lin­ken die Schuld an der Reut­lin­ger Blut­tat.

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