Räu­ber er­schos­sen und Bo­xer in Haft

Dresdner Morgenpost - - OLYMPIA -

RIO - Das Rät­sel um die an­geb­li­che Ver­wick­lung ei­nes rus­si­schen Vi­ze­Kon­suls in die Er­schie­ßung ei­nes Räu­bers in der Nä­he des Olym­pia­parks ist of­fen­sicht­lich ge­löst.

Dem­nach hat­te der Mann ei­nem An­grei­fer die Waf­fe ent­wen­det und ihn er­schos­sen - und der Po­li­zei da­nach fal­sche Aus­weis­pa­pie­re vor­ge­legt. Die­se ga­ben ihn als rus­si­schen Vi­ze­kon­sul im Bun­des­staat Mi­nas Ge­rais aus. Das ent­pupp­te sich aber als falsch, der To­des­schüt­ze sei Bra­si­lia­ner, be­rich­te­te das Por­tal „Fol­ha de S. Pau­lo“. Zu­nächst hat­te die Po­li­zei von Rio de Janei­ro die In­for­ma­ti­on wei­ter­ge­ge­ben, es han­de­le sich um ei­nen rus­si­schen Vi­ze-Kon­sul.

Der rus­si­sche Ge­ne­ral­kon­sul in der Olym­pia­stadt, Wla­di­mir Tok­ma­kow, de­men­tier­te die Be­rich­te über die an­geb­li­che Ver­wick­lung ei­nes sei­ner Mit­ar­bei­ter in den Zwi­schen­fall, wie die staat­li­che Nach­rich­ten­agen­tur Tass in Mos­kau be­rich­te­te. Kein Mit­ar­bei­ter des Ge­ne­ral­kon­su­lats oder an­de­rer rus­si­scher Ver­tre­tun­gen in Rio ha­be mit dem Vor­fall et­was zu tun, sag­te Tok­ma­kow. Der Vor­fall er­eig­ne­te sich im Stadt­teil Bar­ra mit den meis­ten Olym­pia-Sport­stät­ten.

Der ma­rok­ka­ni­sche Bo­xer Has­san Saa­da ist we­gen an­geb­li­cher se­xu­el­ler Be­läs­ti­gung zwei­er Zim­mer­mäd­chen im Olym­pi­schen Dorf ges­tern ver­haf­tet wor­den. Der 22-Jäh­ri­ge wur­de für 15 Ta­ge vor­läu­fig in­haf­tiert. Bei dem Vor­fall ha­be Saa­da mit den bei­den Frau­en zu­nächst ein Sel­fie ma­chen wol­len, da­nach sei er dann hand­greif­lich ge­wor­den. Saa­da soll­te heu­te sei­nen ers­ten Kampf im Halb­schwer­ge­wicht beim olym­pi­schen Box­t­ur­nier be­strei­ten.

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