Po­li­ti­ker ver­lan­gen Auf­klä­rung zum an­geb­li­chen PE­GI­DA-De­al

Dresdner Morgenpost - - SACHSEN -

DRESDEN - PE­GI­DA und kein En­de. An­geb­li­che För­der­geld­zu­wen­dun­gen des Frei­staa­tes an die Mon­tags­mar­schie­rer (MO­PO be­rich­te­te) sor­gen für Ver­wun­de­rung - auf bei­den Sei­ten: In­nen­mi­nis­ter Mar­kus Ul­big (52, CDU) will da­von nichts wis­sen. „Es gab kei­ne Ver­ein­ba­rung zwi­schen mir und dem so­ge­nann­ten ,Or­ga-Team‘ von PE­GI­DA“, sagt er.

Den Staub auf­ge­wir­belt hat AfDMann Cars­ten Hütter (52). Ihm wur­de nach ei­ge­nem Be­kun­den zu­ge­tra­gen, dass an wen auch im­mer bei PE­GI­DA Staats­geld floss. Aus­ge­kun­gelt wor­den sein soll das auf ein Ge­heim­tref­fen zwi­schen Ul­big und den da­ma­li­gen PE­GI­DA-Köp­fen am 26. Ja­nu­ar 2015. Das Tref­fen an sich er­hitz­te oh­ne­hin lan­ge die Ge­mü­ter und be­schäf­tig­te so­gar den Ver­fas­sungs­ge­richts­hof.

Hier ist An­dré Scholl­bach (37, Lin­ke) trei­ben­de Kraft. Der hat nun auch zum ak­tu­el­len Fall ei­ne Klei­ne An­fra­ge an die Staats­re­gie­rung ge­stellt. So will er wis­sen, ob Ul­big wäh­rend des Tref­fens „Zah­lun­gen oder die Ge­wäh­rung sons­ti­ger geld­wer­ter Vor­tei­le des Frei­staa­tes Sach­sen an PE­GI­DA oder Mit­glie­der des ,PEGIDAOr­ga­ni­sa­ti­ons­teams‘ an­ge­bo­ten oder in Aus­sicht ge­stellt“hat.

„Nein“, sa­gen mit Re­né Jahn (50) und Kath­rin Oer­tel (38) zwei Pe­gi­dis­ten der ers­ten St­un­de. Jahn: „Am Mor­gen nach der Spal­tung des OR­GA-Teams Ja­nu­ar 2015 wa­ren wir al­le ge­mein­sam auf der Spar­kas­se.“Zu­min­dest bis da­hin sei kein Staats­geld auf PE­GI­DA-Kon­ten ge­lan­det. Nun prüft Ul­bigs Mi­nis­te­ri­um, ob even­tu­ell ein­zel­ne Per­so­nen aus dem PE­GI­DA-Um­feld Geld er­hiel­ten. Und es geht wei­ter: Jetzt will Hütter wis­sen, ob auch lin­ke Ge­gen­de­mons­tran­ten Geld er­hiel­ten ...

PEGIDAMit­be­grün­der Re­né Jahn

hat kein Staats­geld

auf Ver­eins­kon­ten

ge­se­hen.

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