Neu­start an der Ne­wa

Dresdner Morgenpost - - POLITIK - Von Tho­mas Sch­mitt

Schlägt heu­te die St­un­de der Pro­vo­ka­teu­re? Was auch im­mer der rus­si­sche Prä­si­dent und Er­do­gan in der Za­ren­me­tro­po­le St. Petersburg aus­bal­do­wern: Der Neu­start an der Ne­wa könn­te weit­rei­chen­de Fol­gen ha­ben - für Deutsch­land und die EU.

Selbst wenn für Mos­kau und An­ka­ra zu­nächst ein­mal Ent­span­nungs­in­itia­ti­ven we­gen ih­res be­las­te­ten Ver­hält­nis­ses und wirt­schaft­li­che Grün­de, zum Bei­spiel mil­li­ar­den­schwe­re Vor­ha­ben auf dem Ener­gie­sek­tor, im Fo­kus des Tref­fens ste­hen: Zwei­fel­los wird es in Pu­tins Ge­burts­stadt auch um Sy­ri­en ge­hen.

Dort lie­fern sich bei­de ei­nen Stell­ver­tre­ter-Krieg. Oh­ne Pu­tin wird es in Sy­ri­en kei­nen Frie­den ge­ben. Oh­ne Er­do­gan kann die EU ih­re Au­ßen­gren­zen of­fen­bar nicht aus­rei­chend schüt­zen. Wo­mög­lich ist der Neu­an­fang Russ­lands und der Tür­kei nur ei­ne Zweck-Part­ner­schaft. Es ist sehr frag­lich, ob die EU da­von pro­fi­tie­ren kann.

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