Dar­auf müs­sen Steh-Padd­ler be­son­ders ach­ten

Dresdner Morgenpost - - DRESDEN & UMGEBUNG -

Trau­er und Schock - das bleibt von dem töd­li­chen Un­fall ei­nes Dresd­ner Steh-Padd­lers (50) bei Ra­then. Doch hät­te das Un­glück ver­hin­dert wer­den kön­nen? Und wie ge­fähr­lich ist der Trend­sport über­haupt?

Jan Die­s­tel (50), ehe­ma­li­ger DDR-Wind­surf­meis­ter, war ei­ner der Ers­ten, der auf dem Brett pad­delnd durch Sach­sen tour­te, un­ter­rich­tet An­fän­ger in dem Sport. „Das war schreck­li­ches Pech“, räumt der Was­ser­sport­ler ein. „Ei­gent­lich ist der Sport ge­ra­de we­gen sei­ner ge­rin­gen Ge­fahr so be­liebt. Boo­te kön­nen sin­ken, doch das Brett schwimmt im­mer, auch wenn man ken­tert.“

Auch die Ver­bin­dung zum Brett, die so­ge­nann­te Leash, kann durch­aus ein Le­bens­ret­ter sein. „Al­ler­dings soll­te man nur auf der El­be un­ter­wegs sein, wenn man schon et­was Er­fah­rung hat und sich mit Grund­la­gen der Schiff­fahrt aus­kennt“, so Die­s­tel. „Vie­len ist die Ge­fahr an der Fäh­re bei Ra­then gar nicht be­wusst. Da muss an bei­den Sei­ten ein gro­ßes, sicht­ba­res Schild hin.“

Klaus Kautz (55) vom Schiff­fahrts­amt kon­tert: „Wenn man auf der El­be un­ter­wegs ist, soll­te man sich vor­her drin­gend über die Ge­fah­ren in­for­mie­ren. Das Schild vor der Fäh­re ist sicht­bar. Wenn die Fäh­re auf der Sei­te des Schil­des steht, kann man sie ge­fahr­los pas­sie­ren.“

Jans Töch­ter ken­nen sich auf der El­be aus: Sie pad­deln ans Ufer, wenn das Fähr­seil im Weg ist.

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