Exo­ti­sches Hand­werk hält sich wa­cker

Dresdner Morgenpost - - SACHSEN -

CHEM­NITZ/DRES­DEN/ LEIP­ZIG - „Wer will flei­ßi­ge Hand­wer­ker sehn?“Für die Kin­der von heu­te ver­bin­den sich mit die­sem Lied im­mer mehr Men­schen, die ei­ne sehr exo­ti­sche Ar­beit ha­ben.

Hin­ter­grund: Man­che Be­ru­fe wer­den ein­fach nicht mehr ge­braucht, bei an­de­ren fehlt der Nach­wuchs, sag­te ei­ne Spre­che­rin der Hand­werks­kam­mer Chem­nitz. Bei­spiel Ver­gol­der. Das Hand­werk üben noch drei Men­schen in Sach­sen aus, vor 16 Jah­ren wa­ren’s noch sechs. Oder Kür­sch­ner. Im Kam­mer­be­zirk Leip­zig - einst Hoch­burg der Pelz­be­ar­bei­tung mit dem Leip­zi­ger Brühl als Zen­trum sank die Zahl von 20 im Jahr 2000 auf elf in die­sem Jahr! Oder „Mül­ler“: 2016 gibt es im Land nur noch sie­ben Mül­ler, im Jahr 2000 wa­ren es 13.

Zu­le­gen konn­ten da­ge­gen die Brun­nen­bau­er. Ih­re Zahl stieg in dem Zei­t­raum von zwölf auf 17. Mit ei­nem Plus war­ten auch die Zupf­in­stru­men­ten­bau­er auf. Ih­re Zahl stieg in dem Zei­t­raum von ei­nem auf sechs. Auch sonst ist viel Mu­sik drin. Es sind noch 28 Gei­gen­bau­er, 29 Me­tall­bla­sund 27 Holz­blas­in­stru­men­ten­ma­cher ak­tiv. Dar­über hin­aus zwei Bo­gen­ma­cher.

Zu den sechs Hut­ma­chern zählt die Dresd­ne­rin Jac­que­line Peev­ski. Mit ih­ren Krea­tio­nen be­lie­fert sie Kun­den in al­ler Welt. Die ge­lern­te Ko­s­tü­mund Büh­nen­bild­ne­rin be­treibt ihr Hand­werk seit 20 Jah­ren.

Das Kür­sch­ner-Hand­werk lebt: Azu­bi Isa­bel­le Ah­le­feld (21) konn­te im ver­gan­ge­nen Jahr den drit­ten Preis des bun­des­wei­ten Wett­be­werbs

ih­rer Zunft nach Chem­nitz

ho­len.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.