IS be­kennt sich zu Kli­nik-Bom­be in Pa­kis­tan

Dresdner Morgenpost - - POLITIK -

QU­ET­TA - Ver­brei­tet der Is­la­mi­sche Staat (IS) jetzt auch in Pa­kis­tan sei­ne Schre­ckens­herr­schaft? Bei ei­nem der blu­tigs­ten An­schlä­ge seit Jah­ren ka­men in der Me­tro­po­le Qu­et­ta min­des­tens 70 Men­schen ums Le­ben. Die Mi­liz be­haup­tet, sie ha­be den Selbst­mord­at­ten­tä­ter ge­schickt.

Der Spreng­satz de­to­nier­te am Ein­gang ei­ner staat­li­chen Kli­nik, wo sich ei­ne Grup­pe von An­wäl­ten und Po­li­zis­ten ver­sam­melt hat­te. Sie wa­ren zu­sam­men­ge­kom­men, nach­dem am Mor­gen der Chef der Rechts­an­wäl­te-Ver­ei­ni­gung er­schos­sen wor­den war.

Die pa­kis­ta­ni­sche Re­gie­rung be­harrt dar­auf, dass der IS kei­ne or­ga­ni­sier­te Prä­senz im Land ha­be. Me­di­en mel­den je­doch im­mer wie­der Raz­zi­en und die Fest­nah­me von Schlä­fern oder Kämp­fern. Der IS selbst sagt, er wol­le auf pa­kis­ta­ni­schem und af­gha­ni­schem Staats­ge­biet ei­ne neue IS-Pro­vinz ein­rich­ten.

Zu der Kli­nik-Bom­be be­kann­te sich mit der Ta­li­ban­grup­pe Ja­maat ul Ahrar we­nig spä­ter ei­ne zwei­te Ter­ror­mi­liz.

Ent­set­zen und Trau­er nach dem Ter­ror­an­schlag: Un­ter den Op­fern sind vor al­lem An­wäl­te und Po­li­zis­ten.

Die­ser An­walt über­leb­te den Ter­ror: Zum Zeit­punkt des An­schlags wa­ren fast 100 Ju­ris­ten vor der Kli­nik ver­sam­melt.

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