Hin­term Kin­der­heim gab’s ver­bo­te­nen Sex

Dresdner Morgenpost - - SACHSEN -

CHEM­NITZ - In sei­ner Sze­ne wird oft die Pa­ro­le „To­des­stra­fe für Kin­der­schän­der“ge­äu­ßert. Doch Mar­cel F. (26) nahm es wohl nicht ganz so ge­nau: Er wur­de ver­ur­teilt, weil er Sex mit ei­nem jun­gen Mäd­chen hat­te. Mar­leen (Na­me ge­än­dert) war zum Tat­zeit­punkt erst 13 Jah­re alt.

„Ihr schreibt doch eh nur Lü­gen!“- so emp­fing Mar­cel F. ges­tern die Pres­se-Ver­tre­ter im Land­ge­richt. Der An­ge­klag­te ist kein Un­be­kann­ter, ist un­ter an­de­rem we­gen „Ver­wen­dens ver­fas­sungs­wid­ri­ger Kenn­zei­chen“(Pa­ra­graf 86a) vor­be­straft. Der jet­zi­ge Vor­wurf ge­gen den Chem­nit­zer: Im De­zem­ber 2014 hol­te er min­des­tens ein Mal sei­ne Face­book-Be­kannt­schaft Mar­leen von der Schu­le im Erz­ge­bir­ge ab. Da­nach gab es Sex in ei­nem Wald­stück hin­term Kin­der­heim, in dem das jun­ge Mäd­chen da­mals leb­te. Im Ja­nu­ar 2015 zeig­te das Mäd­chen den Chem­nit­zer da­für an. Das Amts­ge­richt Ma­ri­en­berg ver­ur­teil­te Mar­cel F. we­gen se­xu­el­len Miss­brauchs von Kin­dern zu ei­nem Jahr Haft auf Be­wäh­rung.

Die Be­ru­fung war ges­tern nach 20 Mi­nu­ten Ge­schich­te. Mit ei­nem laut­star­ken „Mir reicht’s, ich ge­he jetzt!“stürm­te der An­ge­klag­te aus dem Saal. Kurz zu­vor hat­te er be­reits we­gen sei­ner Aus­drucks­wei­se ei­nen Rüf­fel von Rich­ter Micha­el Mu­l­arc­zyk (46) kas­siert. Die Be­ru­fung wur­de ein­ge­stellt, für Mar­cel F. bleibt es bei der Be­wäh­rungs­stra­fe. mfr

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