Po­li­zei sucht Ter­ror-Be­wei­se

Dresdner Morgenpost - - POLITIK -

DÜSSELDORF - Groß­raz­zia ge­gen den Ter­ror: Hun­der­te Po­li­zis­ten ha­ben Ver­däch­ti­ge aus der Is­la­mis­ten­sze­ne in Nord­rhein-West­fa­len und Nie­der­sach­sen ins Vi­sier ge­nom­men. Fest­nah­men gab es zu­nächst kei­ne.

In NRW durch­such­te die Po­li­zei in Dort­mund, Duis­burg und Tö­nis­vorst fünf Woh­nun­gen und ein Ge­schäft. Die Si­cher­heits­be­hör­den sind drei Un­ter­stüt­zern der Ter­ror­mi­liz Is­la­mi­scher Staat (IS) auf den Fer­sen.

„Ziel war es, ge­gen is­la­mis­ti­sche Un­ter­stüt­zer vor­zu­ge­hen, ge­gen Per­so­nen, die in der Sze­ne agi­tie­ren, die re­kru­tie­ren, die ra­di­ka­li­sie­ren“, sag­te NRW-In­nen­mi­nis­ter Ralf Jä­ger (55, SPD). „Es hat in die­sem Zu­sam­men­hang kei­ne Fest­nah­men ge­ge­ben. Aber es ging dar­um, ge­gen die­se Sze­ne geis­ti­ger Brand­stif­ter vor­zu­ge­hen.“Ei­ne Durch­su­chung gab es auch in Hil­des­heim (Nie­der­sach­sen).

Die Bun­des­an­walt­schaft hat­te die Raz­zi­en ver­an­lasst. Laut ei­ner Spre­che­rin sind die drei Be­schul­dig­ten ver­däch­tig, seit Ja­nu­ar 2015 und Ju­li 2015 um Mit­glie­der und Un­ter­stüt­zer für den IS ge­wor­ben zu ha­ben. Ei­ner der mut­maß­li­chen Is­la­mis­ten soll dar­über hin­aus die Ter­ror­or­ga­ni­sa­ti­on fi­nan­zi­ell und lo­gis­tisch un­ter­stützt ha­ben.

Wäh­rend­des­sen wur­de in Dins­la­ken (NRW) ein Ter­ror­ver­däch­ti­ger fest­ge­nom­men, der in Ver­bin­dung mit dem in Mut­ter­stadt (Rhein­land-Pfalz) ver­haf­te­ten IS-Kämp­fer steht. Nach An­ga­ben Jä­gers ver­folg­ten bei­de kei­ne kon­kre­ten An­schlags­plä­ne. Ins­be­son­de­re ge­be es kei­ne di­rek­ten Hin­wei­se auf tat­säch­li­che An­schlags­plä­ne ge­gen ei­ne Be­geg­nung in der Fuß­ball-Bun­des­li­ga (MOPO be­rich­te­te).

Er­mitt­ler la­den in Duis­burg ei­nen Kar­ton in den Kof­fer­raum ih­res Au­tos. Die Bun­des­an­walt­schaft hat­te die Raz­zi­en ver­an­lasst.

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