EU-For­de­rung We­ni­ger Flücht­lin­ge, we­ni­ger Geld

Dresdner Morgenpost - - POLITIK -

BRÜSSEL - Deut­sche Ab­ge­ord­ne­te des Eu­ro­päi­schen Par­la­ments wol­len un­so­li­da­ri­schen Mit­glied­staa­ten die EU-Fi­nan­zen kür­zen. „Län­dern, die sich nicht an eu­ro­päi­sches Recht hal­ten, oder Staa­ten, die bei der Über­nah­me oder Re­gis­trie­rung von Flücht­lin­gen nur un­zu­rei­chend mit­ma­chen, soll­ten Gel­der ge­stri­chen wer­den“, sag­te die Che­fin des Haus­halts­kon­troll­aus­schus­ses im EU-Par­la­ment, In­ge Gräss­le (55, CDU). Ähn­lich äu­ßer­te sich EU-Par­la­ments­vi­ze Alex­an­der Graf Lambs­dorff (49, FDP) und nann­te na­ment­lich Un­garn und Po­len.

Hin­ter­grund: Deutsch­land war auch 2015 wie­der der größ­te Net­to­zah­ler in der EU. Das geht aus neu­en Sta­tis­ti­ken der EU-Kom­mis­si­on her­vor. Dem­nach zahl­te die Bun­des­re­pu­blik 14,3 Mil­li­ar­den Eu­ro mehr in den EU-Etat ein, als Geld aus Brüssel zu­rück­floss. Größ­ter Net­to­emp­fän­ger war 2015 Po­len mit 9,4 Mil­li­ar­den Eu­ro.

Deutsch­land ist Eu­ro­pas Zahl­meis­ter. Po­li­ti­ker for­dern jetzt: Kürzt den un­so­li­da­ri­schen EU-Län­dern das Geld!

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