Al­les für die Si­cher­heit

Dresdner Morgenpost - - POLITIK - Von Tho­mas Sch­mitt

Ein­fach ist die La­ge ganz ge­wiss nicht: Wie lässt sich die Ter­ror-Ab­wehr ef­fek­tiv ver­bes­sern?, rät­seln Volks­ver­tre­ter und Si­cher­heits­ex­per­ten. Nicht al­le Ide­en und Initia­ti­ven wir­ken aus­ge­reift.

All­zu (nach-)läs­sig über­sieht man­cher mit sei­nen Vor­schlä­gen gül­ti­ge Ver­fas­sungs­grund­sät­ze. Wo­mög­lich nicht ganz un­be­wusst - die vom in­ter­na­tio­na­len Ter­ror er­schüt­ter­te Ge­men­ge­la­ge be­güns­tigt un­lieb­sa­me und frag­wür­di­ge Än­de­run­gen. War­um nicht ein­fach mal an der Ge­set­zes­schrau­be dre­hen?

Raz­zi­en wie ges­tern in NRW be­för­dern den Ernst der La­ge. Sie zei­gen al­ler­dings eben­so, dass die Po­li­zei ganz gut auf­ge­stellt ist. Sie lei­det le­dig­lich un­ter dem über die Jah­re be­trie­be­nen Per­so­nal­ab­bau. Wer al­so über mehr Bun­des­wehr im In­ne­ren, das Auf­wei­chen der ärzt­li­chen Schwei­ge­pflicht oder die Aber­ken­nung der dop­pel­ten Staats­bür­ger­schaft nach­denkt, muss auf­pas­sen, dass er nicht - ob gut ge­meint oder mit Hin­ter­ge­dan­ken - übers Ziel hin­aus­schießt. Si­cher­heit darf nicht die Frei­heit ein­schrän­ken. Und Grund­rech­te sind schlicht­weg ta­bu.

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