An­zei­gen-Hick­hack bei den Grü­nen

Dresdner Morgenpost - - SACHSEN -

DRES­DEN - Der Grü­nen-Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Va­len­tin Lipp­mann (25) wehrt sich ge­gen ei­ne ge­fälsch­te Straf­an­zei­ge. Denn Lipp­mann soll aus­ge­rech­net sei­nen Par­tei­freund, Sach­sens Grü­nen-Chef Jür­gen Ka­sek (35), an­ge­zeigt ha­ben. Ei­ne per­fi­de Fäl­schung, so Lipp­mann.

Ein Un­be­kann­ter ha­be die An­zei­ge un­ter sei­nem Na­men und mit sei­ner dienst­li­chen E-Mail-Adres­se bei der On­li­ne­wa­che der Po­li­zei ge­stellt. Dar­in wer­de Ka­sek die Bei­hil­fe zu Tö­tungs­de­lik­ten und ge­werbs­mä­ßi­gen Dro­gen­han­del un­ter­stellt. Lipp­mann: „Of­fen­bar ist der Hass in der po­li­ti­schen Aus­ein­an­der­set­zung mitt­ler­wei­le so groß, dass selbst vor der­art per­fi­den und ver­leum­de­ri­schen Me­tho­den nicht mehr zu­rück­ge­schreckt wird.“

Lipp­mann er­stat­te­te An­zei­ge ge­gen Un­be­kannt we­gen fal­scher Ver­däch­ti­gung, Ver­leum­dung und Ur­kun­den­fäl­schung. Ka­sek sprach von ei­nem „neu­en Ver­such, mich zu dis­kre­di­tie­ren“. Nach ei­nem bru­ta­len Über­fall auf ei­nen LEGIDA-Ord­ner im Ju­li hat­te das rechts­ex­tre­me Bünd­nis Ka­sek für die Tat ver­ant­wort­lich ge­macht. Ka­sek hat­te sich da­ge­gen ju­ris­tisch zur Wehr ge­setzt. mor

Un­be­kann­te ha­ben im Na­men von Va­len­tin Lipp­mann (l.) An­zei­ge ge­gen Jür­gen Ka­sek er­stat­tet.

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