Pa­rov Stelar, der Er­fin­der des Elec­troswing

Dresdner Morgenpost - - KULTUR -

DRES­DEN - Pa­rov Stelar (41, bür­ger­lich Mar­cus Fü­re­der) ist der der­zei­tig in­ter­na­tio­nal er­folg­reichs­te ös­ter­rei­chi­sche Po­pact. Sein Gen­re: Elec­troswing. Heu­te Abend will Stelar in der Jun­gen Gar­de mit sei­ner Band das Pu­bli­kum vom DJ-Pult aus zum Groo­ven brin­gen.

Nur we­ni­ge Mu­si­ker kön­nen von sich be­haup­ten, als Pio­nier ei­nes neu­en Mu­sik­gen­res zu gel­ten. Er schon. Mit sei­nen Al­ben „Co­co“(2009) und „The Prin­cess“(2012) ist Stelar auch in die deut­schen Charts ein­ge­zo­gen.

Es gibt aber im­mer noch vie­le, die sa­gen: Elec­troswing - was ist das? Pa­rov Stelar zur MO­PO: „Am ehes­ten ist es elek­tro­ni­sche Club­mu­sik, an­ge­rei­chert mit or­ga­ni­schen In­stru­men­ten und Sam­ples. Wich­tig sind bei mei­ner Mu­sik auch Hou­se, Elek­tro­beats und na­tür­lich ei­ne Por­ti­on Swing.“Dass er da­bei war, ei­nen neu­en Stil an­zu­sto­ßen, sei ihm recht schnell klar ge­wor­den, sagt er: „Das war 2004, nach dem ers­ten Song, „Kiss Kiss“. Da­mit bin ich auf viel Ab­leh­nung ge­sto­ßen. Da wuss­te ich, dass ist was. Sonst wä­re es den Leu­ten egal ge­we­sen.“

Mu­si­ka­lisch pas­siert der­zeit viel in Ös­ter­reich, Pa­rov Stelar ist nicht al­lein. Es gibt ei­ne neue Pop­schie­ne um die Bands Wan­da und Bil­der­buch. Er fin­det’s gut: „Ha­be na­tür­lich be­merkt, was da pas­siert. Ich bin ziem­lich froh, welch neu­es Selbst­be­wusst­sein die Mu­si­ker in Ös­ter­reich da­zu­ge­won­nen ha­ben. Ob­wohl sie we­nig Me­dien­sup­port hat­ten und viel aus ei­ge­ner Kraft und Über­zeu­gung stem­men muss­ten.“

Pa­rov Stel­ars Le­bens­mit­tel­punkt ist längst nicht mehr in Ös­ter­reich. „Ich le­be seit Jah­ren auf Mallor­ca. Die ei­ne Hälf­te des Jah­res, die an­de­re be­ruf­lich be­dingt ver­streut auf Welt“. Bei der be­vor­ste­hen­den zwei­ten Prä­si­den­ten­wahl in Ös­ter­reich, die statt­fin­den muss, weil die ers­te we­gen Un­re­gel­mä­ßig­kei­ten vom Ver­fas­sungs­ge­richts­hof an­nul­liert wor­den war, will er sei­ne Stim­me aber un­be­dingt ab­ge­ben. Stelar: „Ganz de­fi­ni­tiv. Ich ha­be schon über­legt, mei­nen Rei­se­pass ab­zu­ge­ben, wenn der FPÖ-Ho­fer Prä­si­dent wer­den soll­te.“

Mar­kus Wein­berg Heu­te, 19.30 Uhr, Ti­ckets an der Abend­kas­se zu 42 Eu­ro.

Der Elec­troswin­ger aus

in Ös­ter­reich beim Kon­zert

Berlin ver­gan­ge­nen April. Pa­rov Stelar beim

Kon­zert hin­ter sei­nem Misch­pult.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.