Ru­der-Sach­sen schür­fen zwei­mal Olym­pia-Gold

Dresdner Morgenpost - - FRONT PAGE -

RIO - Gol­de­ner Dop­pel­schlag durch die Dop­pel­vie­rer: Bin­nen zwölf Mi­nu­ten ha­ben die bei­den Boo­te die bis­her ent­täu­schen­de deut­sche Me­dail­len­bi­lanz in Rio kräf­tig auf­po­liert. Spit­ze: Drei Sach­sen wa­ren un­ter den Olym­pia­Hel­den des Tages!

Um 15.19 Uhr stand Karl Schul­ze ges­tern im Dop­pel­vie­rer, klopp­te sich auf die Brust und reck­te den Fin­ger des Sie­gers in die Luft! Der Dresd­ner hat­te zu­vor im Bug sei­ne Team­kol­le­gen mit dem Wur­ze­ner Phil­ipp Wen­de zu Gold ge­peitscht. „Wir hat­ten ei­nen strik­ten Plan. Das Herz in die Hand neh­men und das so lan­ge wie es geht“, be­schreibt Schul­ze. „Bei 1 000 Me­tern ha­be ich nur ge­sagt, Jungs drauf­blei­ben, kei­ne Gna­de mehr ge­gen den Kör­per. Es war so geil.“

Schul­ze und Wen­de wie­der­hol­ten da­mit auf dem La­goa Ro­d­ri­go de Frei­tas ih­ren Sieg von vor vier Jah­ren in Lon­don. Die Art und Wei­se war sen­sa­tio­nell! Vor Selbst­ver­trau­en strot­zend, leg­ten sie ei­nen Start-ZielSieg hin. Nach­dem das Quar­tett ei­ne so durch­wach­se­ne Sai­son hat­te und nur über den Hoff­nungs­lauf ins Fi­na­le kam, war der Tri­umph von Rio für Phil­ipp „ei­ne Ge­nug­tu­ung“. Der 31-Jäh­ri­ge ju­bel­te: „Ei­ne Me­dail­le war ein rea­lis­ti­sches Ziel, Gold ist um so gei­ler.“

Phil­ipp Wen­de (l.) und Karl Schul­ze prä­sen­tier­ten stolz ih­re Gold­me­dail­len. Lo­gisch, dass bei Dy­na­mo-Fan Karl die pas­sen­de Fah­ne nicht fehl­te.

Po­wer oh­ne En­de! Der Her­ren-Dop­pel­vie­rer mit Karl Schul­ze (l.) und Phil­ipp Wen­de (2.v.l.) leg­te ein be­ein­dru­cken­des Fi­na­le hin.

Wäh­rend der deut­sche Da­men-Dop­pel­vie­rer hin­ten ju­belt, sind die Po­lin­nen ent­täuscht.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.