„Bes­ser geht’s über­haupt nicht“

Dresdner Morgenpost - - OLYMPIA -

RIO - Den Ju­bel sei­ner Team­kol­le­gen nahm der nächs­te deut­sche Gold­schüt­ze durch die Ohr­stöp­sel kaum wahr.

Nur lang­sam be­griff der ge­bür­ti­ge Leip­zi­ger Hen­ri Jung­hä­nel, was er im Olym­pic Shoo­ting Cen­ter von Rio ge­leis­tet hat­te: Der 28 Jah­re al­te Olym­pia-De­bü­tant tri­um­phier­te im KK-Lie­gend­schie­ßen und sorg­te für die drit­te Schüt­zen­me­dail­le bin­nen 24 St­un­den.

„Ein­wand­frei! Er hat das su­per ge­löst, su­per ge­macht, bes­ser geht es über­haupt nicht“, sag­te Gold-Schüt­zin Bar­ba­ra En­g­le­der be­geis­tert. Jung­hä­nels Freun­din Ju­lia fei­er­te auf der Tri­bü­ne mit sei­nen El­tern und sag­te mit Trä­nen in den Au­gen: „Er ist der Olym­pia­sie­ger. Ich bin me­ga stolz, das ist rich­tig geil!“

Bis­lang war Jung­hä­nel, der olym­pi­schen Re­kord schoss und den Süd­ko­rea­ner Kim Jong­hyun und Ki­rill Gri­gor­jan aus Russ­land deut­lich dis­tan­zier­te, als Glücks­brin­ger der Me­dail­lenDa­men En­g­le­der und Mo­ni­ka Karsch auf­ge­tre­ten. Ges­tern wur­den die Rol­len ge­tauscht. Olym­pia­sie­ge­rin En­g­le­der und die mit Sil­ber de­ko­rier­te Karsch drück­ten in der Fi­na­la­re­na die Dau­men, als sich der Sach­se an Schieß­stand A für den Me­dail­len­kampf in Stel­lung brach­te.

Sein ers­tes olym­pi­sches Fi­na­le hat­te Jung­hä­nel erst nach ei­ner Zit­ter­par­tie in der Qua­li­fi­ka­ti­on er­reicht. Mit dem letz­ten Schuss hat­te er le­dig­lich 9,4 Rin­ge er­zielt und droh­te noch aus dem Fi­nal­ran­king zu fal­len. Nach ei­ni­gen Mi­nu­ten des Ban­gens war die Teil­nah­me am Kampf um ei­ne Me­dail­le aber per­fekt.

So ju­bel­te Hen­ri Jung­hä­nel nach sei­nem gol­de­nen

Schuss in Rio.

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