Si­gurds­son bleibt nach Dämp­fer cool Be­un­ru­hi­gend

Dresdner Morgenpost - - OLYMPIA -

RIO - Un­auf­ge­regt, ge­las­sen, zu­ver­sicht­lich. Da­gur Si­gurds­son strahl­te nach dem über­ra­schen­den Dämp­fer für die deut­schen Hand­bal­ler vor al­lem ei­nes aus: Ru­he. „Ich ha­be ein rie­si­ges Ver­trau­en in un­se­re Trup­pe“, sag­te der Bun­des­trai­ner ges­tern nach dem Trai­ning in Rio.

Sei­ne Mann­schaft ha­be nach Nie­der­la­gen bis­her im­mer ei­ne gu­te Re­ak­ti­on ge­zeigt. „Das ist kei­ne neue Si­tua­ti­on für uns“, sag­te Si­gurds­son. Sei­ne Spie­ler, das ver­sprach der Is­län­der mit Blick auf die wich­ti­ge Par­tie heu­te (14.30 Uhr MESZ) ge­gen das noch un­ge­schla­ge­ne Slo­we­ni­en, „wer­den ein gu­tes Spiel zei­gen“.

Ei­nen Knacks be­fürch­tet er durch die ers­te Tur­nier-Nie­der­la­ge ge­gen Gast­ge­ber Bra­si­li­en (30:33) je­den­falls nicht - im Ge­gen­teil: „Wir wer­den un­se­ren Weg hier in Rio fort­set­zen.“Ein Sieg ge­gen Slo­we­ni­en reicht den Eu­ro­pa­meis­tern zum vor­zei­ti­gen Vier­tel­fi­nal-Ein­zug.

Da­für be­darf es aber ei­ner ge­wal­ti­gen Leis­tungs­stei­ge­rung, das weiß auch Si­gurds­son. Sei­ne Olym­pia-De­bü­tan­ten hat­ten nach den bei­den star­ken Auf­trit­ten zum Tur­nier­auf­takt erst­mals Ner­ven ge­zeigt. Der gif­ti­gen Spiel­wei­se der Süd­ame­ri­ka­ner und der auf­ge­brach­ten At­mo­sphä­re in der prop­pe­vol­len Fu­ture Are­na hiel­ten sie am En­de nicht stand. „Das war nicht ge­nug“, be­fand der Trai­ner tref­fend.

„Wir ha­ben noch ei­ne Men­ge Ar­beit vor uns“, sag­te DHB

Vi­ze­prä­si­dent Bob Han­ning. 33 Ge­gen­to­re ge­gen Bra­si­li­en sei­en „ein­fach zu viel“. Je­der Spie­ler müs­se das Spiel „jetzt für sich ana­ly­sie­ren“.

Dies gilt auch für Ka­pi­tän Uwe Gens­hei­mer. Der Links­au­ßen hat­te dem bra­si­lia­ni­schen Tor­hü­ter bei ei­nem Sie­ben­me­ter ins Ge­sicht ge­wor­fen (49.) und sei­nem Team in der hei­ßen Schluss­pha­se we­gen ei­ner Ro­ten Kar­te ge­fehlt. Der Olym­pia-Start der Moun­tain­bi­ke­rin Sa­bi­ne Spitz ist ge­fähr­det. Die Knie­pro­ble­me der 44 Jah­re al­ten Olym­pia­sie­ge­rin von Pe­king ha­ben sich im Trai­nings­la­ger in Ka­na­da nach An­ga­ben ih­res Trai­ners

Bun­des­trai­ner Da­gur Si­gurds­son macht nach

der Nie­der­la­ge ge­gen Bra­si­li­en kei­nen Stress. Aber er weiß, dass sich

sei­ne Män­ner heu­te enorm stei­gern müs­sen.

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