Is­la­mis­ten wer­ben Flücht­lin­ge an

Dresdner Morgenpost - - POLITIK -

BER­LIN- Ra­di­ka­le Is­la­mis­ten tum­meln sich im­mer häu­fi­ger rund um Asyl­un­ter­künf­te, um Flücht­lin­gen ih­re Ideo­lo­gie ein­zu­flüs­tern. Ver­fas­sungs­schüt­zer sind in Sor­ge, ha­ben Hun­der­te An­wer­be­ver­su­che ge­zählt.

„Es gibt bis­lang mehr als 340 Fäl­le, die uns be­kannt ge­wor­den sind“, sagt Ver­fas­sungs­schutz-Chef Hans-Ge­org Maa­ßen (53). „Aber das sind nur die, von de­nen wir er­fah­ren ha­ben. Ver­mut­lich gibt es mehr Fäl­le.“

Laut dem Ju­ris­ten hat sei­ne Be­hör­de Be­trei­ber von Flücht­lings­hei­men be­reits für das Pro­blem sen­si­bi­li­siert und ih­nen In­for­ma­tio­nen da­zu an die Hand ge­ge­ben: „Es be­rei­tet uns Sor­ge, wenn Sala­fis­ten und an­de­re Is­la­mis­ten Wer­bung in den Asyl­un­ter­künf­ten ma­chen.“

Der Ver­fas­sungs­schut­zChef be­klagt: „Be­kann­ter­ma­ßen sind un­ter den Asyl­su­chen­den sehr vie­le jun­ge Män­ner mit sun­ni­ti­scher Kon­fes­si­on. Die kom­men oft aus kon­ser­va­ti­ven is­la­mi­schen Mi­lieus und wol­len frei­tags in ei­ne ara­bisch­spra­chi­ge Mo­schee ge­hen.“Un­ter die­sen ge­be es zahl­rei­che is­la­mis­ti­sche, sala­fis­ti­sche Mo­sche­en in Deutsch­land.

„Sie bil­den ein Vor­feld der Ra­di­ka­li­sie­rung. Das ist ge­fähr­lich. Des­halb ha­ben wir ei­ne Viel­zahl un­ter Be­ob­ach­tung ge­nom­men“, so Maa­ßen. „In Deutsch­land ist es so, dass die ara­bisch­spra­chi­ge Mo­sche­en­land­schaft nicht or­ga­ni­siert ist. Von staat­li­cher Sei­te be­steht da re­la­tiv we­nig Ein­fluss­mög­lich­keit.“

Der Ge­heim­dienst-Chef warnt vor Ein­zel­tä­tern und sieht ei­ne Schwie­rig­keit in der Über­wa­chung der Kom­mu­ni­ka­ti­on von Is­la­mis­ten. „Das grund­le­gen­de Pro­blem ist: Wir wis­sen nicht, wer mit­ein­an­der chat­tet.“Bei ver­schlüs­sel­ten In­hal­ten ist noch da­zu die De­chif­frie­rung ei­ne gro­ße Hür­de.

Hans-Ge­org Maa­ßen (53) Der ra­di­ka­le Sala­fis­ten­pre­di­ger Pier­re Vo­gel (38) bei ei­ner Kund­ge­bung in Of­fen­bach: Is­la­mis­ten wer­ben ver­mehrt Mit­strei­ter un­ter Flücht­lin­gen.

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