Pop-Art auf Schloss Wa­cker­b­arth

Dresdner Morgenpost - - KULTUR - hn

RADEBEUL/DRES­DEN - Pop-Art und Ba­rock passt das zu­sam­men? Auf Schloss Wa­cker­b­arth in je­dem Fall: Im ba­ro­cken Schloss gibt die Dresd­ner Ga­le­rie art+form ab so­fort im Rah­men der tra­di­tio­nel­len Som­mer­aus­stel­lung ei­nen Ein­blick in das Schaf­fen von Mo­ritz Göt­ze (52). Der aus Hal­le stam­men­de Ma­ler und Gra­fi­ker hat sich der Pop-Art ver­schrie­ben - und in­ter­pre­tiert mit leich­ter Hand his­to­ri­sche The­men zeit­ge­mäß neu.

Pop-Art, das war im­mer auch das Spiel mit den Din­gen des All­tags - nichts konn­te nicht zu Kunst wer­den. Mo­ritz Göt­ze zählt zu den er­folg­reichs­ten deut­schen Ver­tre­tern die­ser Rich­tung. Un­ge­wöhn­lich ist nur, dass Göt­ze sich von his­to­ri­schen The­men an­ge­zo­gen fühlt, die zu­nächst we­nig ge­mein ha­ben mit den mo­der­nen, zeit­ge­nös­si­schen Tech­ni­ken.

So ge­lingt es ihm, Per­so­nen der Kunst- und Kul­tur­ge­schich­te ne­ben All­tags­din­gen wie Lap­tops oder Smart­pho­nes in Sze­ne zu set­zen. Ge­wünsch­ter Ef­fekt: „Die Sinn­lich­keit und Schön­heit des Le­bens zu ze­le­brie­ren.“Da­für be­dient er sich der ver­schie­dens­ten Aus­drucks­mit­tel: von Sieb­druck bis Ma­le­rei, von Email­le-Ar­bei­ten über Ke­ra­mik zu Plas­ti­ken.

Auch ei­ge­ne Er­leb­nis­se flie­ßen in Göt­zes Ar­beit ein. So hat­te ihn sein ers­ter Be­such auf Schloss Wa­cker­b­arth zum Email­le-Kunst­werk „Au­gust der Star­ke“in­spi­riert. Göt­ze zu sei­ner Skulp­tur: „Sie ar­bei­tet mit den Kli­schees von Dres­den.“So ist Au­gusts Büs­te von En­geln um­ringt, die El­be, das Blaue Wun­der und die Frau­en­kir­che sind zu er­ken­nen.

Die Ver­kaufs­aus­stel­lung ist bis zum 11. Sep­tem­ber zu se­hen, ge­öff­net Mo-Do, 15 bis 18 Uhr und sonn­tags von 11 bis 18 Uhr.

Be­ein­flusst von Co­mic und Pop-Art: Künst­ler Mo­ritz Göt­ze (52) mit sei­nem Werk „Be­trach­tung“.

Die Email­le-Skulp­tur „Au­gust der Star­ke“ist im Ka­min­zim­mer erst­mals über­haupt zu se­hen.

An­drang und Neu­gier­de schon ges­tern bei der Ver­nis­sa­ge.

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