Pa­te des Ter­rors

Dresdner Morgenpost - - POLITIK - Von Tho­mas Sch­mitt

Über­rascht tun muss jetzt kei­ner: Die Er­kennt­nis­se, dass die Tür­kei Ver­bin­dun­gen zu dschi­ha­dis­ti­schen Grup­pen hat und die­se un­ter­stützt, sind nicht ganz neu. Er­do­gan agiert im Na­hen Os­ten schon län­ger als Ter­ror-Pa­te. Der tür­ki­sche Staats-Chef soll am Er­star­ken des IS nicht un­schul­dig sein.

Ei­ne et­was pein­li­che Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pan­ne im In­nen­mi­nis­te­ri­um hat nun pu­blik ge­macht, dass die Bun­des­re­gie­rung sehr wohl über An­ka­ras un­heil­vol­les Wir­ken Be­scheid weiß. Dort kann al­so kei­ner ir­gend­wann ein­mal be­haup­ten, er hät­te da­von nichts ge­wusst.

Das ist auch vor dem Hintergrund des Flücht­lings­de­als ent­schei­dend - un­ab­hän­gig da­von, ob der Pakt be­ste­hen bleibt oder Er­do­gan ihn plat­zen lässt. Selbst wenn Au­ßen­po­li­tik kei­ne Ge­fühls­du­se­lei und streng nach In­ter­es­sen aus­ge­rich­tet ist: Die Bun­des­re­gie­rung muss dem tür­ki­schen Prä­si­den­ten ge­gen­über end­lich Hal­tung zei­gen.

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