Stil­bruch star­ten Stra­ßen­mu­sik-Ma­ra­thon

13 Bun­des­län­der, 14 Tage, 42 Kon­zer­te!

Dresdner Morgenpost - - KULTUR - hn

Sie mö­gen längst auf re­gu­lä­ren Büh­nen an­ge­kom­men sein, doch die Lie­be der Dresd­ner Band Stil­bruch zur Stra­ßen­mu­sik ist un­ge­bro­chen. Da­her stel­len sich die Mu­si­ker zur Ver­öf­fent­li­chung ih­res drit­ten Stu­di­oAl­bums „Nimm mich mit“ei­ner be­son­de­ren Her­aus­for­de­rung: Zwei Wo­chen lang tou­ren sie quer durch Deutsch­land - und wol­len bin­nen die­ser 14 Tage 42 Kon­zer­te ge­ben!

Am 27. Au­gust star­tet der Stra­ßen­mu­sik-Ma­ra­thon in Ol­den­burg, am 10. Sep­tem­ber en­det er mit dem letz­ten Kon­zert in Burgstädt (Mit­tel­sach­sen). Da­zwi­schen lie­gen 13 Bun­des­län­der und Tau­sen­de Au­to­bahn­ki­lo­me­ter - denn Stil­bruch wer­den täg­lich drei Kon­zer­te in drei Städ­ten spie­len!

In die­sem Um­fang ist das für die Mu­si­ker ei­ne Pre­mie­re. Band­grün­der Se­bas­ti­an Maul: „In so kur­zer Zeit so vie­le Städ­te, das ist wirk­lich neu.“Ei­ne Vor­stel­lung des neu­en Al­bums könn­te man si­cher­lich ein­fa­cher ha­ben, aber für Maul ist es gar nicht so stres­sig, wie es sich an­hö­ren mag: „Wir stam­men schließ­lich von der Stra­ßen­mu­sik - und so ken­nen uns ja auch die meis­ten.“

Ein bis zwei St­un­den sind für je­de Stadt ein­ge­plant. „Das reicht je­weils für ein ent­spann­tes Set“, so der Cel­list der Band. Der ge­sam­te Ma­ra­thon wird per Vi­deo­ta­ge­buch auf der Face­book-Sei­te von Stil­bruch do­ku­men­tiert; die Fans sol­len im­mer wis­sen, wo sich die Mu­si­ker be­fin­den und wo sie als Nächs­tes spie­len wer­den.

Dass sie die Lust an der Stra­ße nicht ver­lie­ren, hat viel mit Un­mit­tel­bar­keit zu tun. Man kön­ne bei re­gu­lä­ren Kon­zer­ten zwar neue Songs ins Pro­gramm mi­schen, wie sie wirk­lich wahr­ge­nom­men wer­den, sei aber schwie­rig zu er­ken­nen. Se­bas­ti­an Maul: „Wenn man wis­sen will, ob neue Stü­cke funk­tio­nie­ren, muss man sie un­mit­tel­bar prä­sen­tie­ren und das di­rek­te Feed­back er­le­ben.“

Auf dem neu­en Al­bum „Nimm mich mit“, das am 2. Sep­tem­ber er­scheint, fin­det sich auch der Song „Du lebst in mir“. Der ist Rio Rei­ser ge­wid­met, des­sen To­des­tag sich am Sonn­abend zum 20. Mal jährt. Se­bas­ti­an Maul er­läu­tert: „Ich ha­be als Ju­gend­li­cher erst­mals er­lebt, wie er mit Spra­che und Mu­sik Men­schen be­we­gen konn­te und ih­nen et­was mit­ge­ge­ben hat. Für mich war es der Aus­lö­ser, selbst Mu­sik zu ma­chen.“

Am 2. Sep­tem­ber gas­tie­ren Stil­bruch, un­ter­stützt von ei­nem Streich­quar­tett, in der Dresd­ner Thea­ter­rui­ne St. Pau­li. Au­ßer­dem wird am sel­ben Tag ein Stra­ßen­mu­sik­kon­zert in der Dresd­ner In­nen­stadt statt­fin­den.

Stil­bruch bli­cken schon gen Ho­ri­zont: (v. l.): Vio­li­nist Eli Fa­b­ri­kant, Cel­list Se­bas­ti­an Maul und Schlag­zeu­ger Gun­nar Nils­son.

Bei al­len Kon­zer­ten wer­den Spen­den für die Hilfs­or­ga­ni­sa­ti­on „Hand in Hand for Child­ren e. V.“ge­sam­melt.

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