Tür­kei will EU-Bei­tritt bis 2023

Dresdner Morgenpost - - POLITIK -

BRÜS­SEL/AN­KA­RA - Die EU-Bei­tritts­ver­hand­lun­gen mit der Tür­kei zie­hen sich seit Jah­ren in die Län­ge. Nach den jüngs­ten Span­nun­gen mit der Eu­ro­päi­schen Uni­on und der schwe­ren Kri­se im Land nach dem Putsch­ver­such läuft es noch schlep­pen­der. Doch aus­ge­rech­net jetzt setzt An­ka­ras EU-Bot­schaf­ter Selim Yen­el den Po­li­ti­kern in Brüs­sel ei­ne kla­re Frist.

„Die tür­ki­sche Re­gie­rung will der EU noch vor dem Jahr 2023 bei­tre­ten“, sag­te er. In die­sem Jahr wer­de sei­ne Hei­mat näm­lich 100 Jah­re alt. „Für uns wä­re es lang­fris­tig nicht ak­zep­ta­bel, nicht zur EU zu ge­hö­ren“, so der Di­plo­mat wei­ter.

In Brüs­sel sieht man das je­doch an­ders. „Die Ver­hand­lun­gen mit der Tür­kei wer­den sich über vie­le Jah­re hin­zie­hen“, sag­te EU-Kom­mis­si­ons­prä­si­dent Je­an-Clau­de Juncker (61). Der­zeit sei das Land we­der bei­tritts­be­reit noch bei­tritts­fä­hig.

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