Lin­ke-Chef An­dré Scholl­bach will Mi­li­tär­wer­bu ng ver­bie­ten

Dresdner Morgenpost - - DRESDEN -

Egal ob auf Pla­ka­ten, Stra­ßen­bah­nen oder in Fuß­ball­sta­di­en - die Bun­des­wehr wirbt mitt­ler­wei­le bun­des­weit of­fen­siv für ei­nen Ein­tritt in die Ar­mee. Der Lin­ken stößt das sau­er auf. De­ren Chef An­dré Scholl­bach (37) will die Mi­li­tär­wer­bung auf Stra­bas und am DDV-Sta­di­on un­ter­bin­den las­sen.

„Die Bun­des­wehr wirbt für ei­ne Ar­mee im Kriegs­ein­satz wie für Kin­der­rie­gel, hier wer­den Ge­fah­ren ver­nied­licht und ein Aben­teu­er­camp-Fee­ling auf­ge­baut“, meint Scholl­bach. Ei­ne in Tarn­far­ben durch Dres­den fah­ren­de Stra­ba sol­le sich nicht wie­der­ho­len.

„Die Ver­kehrs­be­trie­be sind ei­ne ein­hun­dert­pro­zen­ti­ge Toch­ter der Stadt. Sie kön­nen nicht völ­lig frei agie­ren, der Wil­le der Stadt­rats­mehr­heit muss be­ach­tet wer­den“, sagt

Scholl­bach. Die Stra­ßen­bah­nen wer­den al­ler­dings nicht durch die DVB sel­ber, son­dern durch den Wer­be­part­ner Strö­er be­klebt. Den Ver­kehrs­be­trie­ben bringt das pro Jahr ei­nen Mil­lio­nen­be­trag ein.

„Ver­trag­lich aus­ge­schlos­sen ist bis­her il­le­ga­le, se­xis­ti­sche und Par­tei­en­wer­bung. Wenn der Stadt­rat Än­de­run­gen ein­for­dert, müss­ten die Ver­trä­ge an­ge­passt wer­den“, so DVB-Spre­cher Falk Lösch. Die Fol­ge wä­ren fi­nan­zi­el­le Ein­bu­ßen.

Auch das als Bun­des­wehr-Kar­rie­re-Cup be­zeich­ne­te Vor­be­rei­tungs­tur­nier von Dy­na­mo Dres­den war Scholl­bach ein Dorn im Au­ge. „Die Stadt fi­nan­ziert in Tei­len das Sta­di­on und den Ver­ein. Wir wol­len ei­ne Sen­si­bi­li­tät da­für er­rei­chen, dass nicht al­les ge­macht wird, was Geld bringt.“DiHe

So fährt die „Bun­des­wehr-Stra­ba“ak­tu­ell durch Dres­den.

An­dré Scholl­bach (37)

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