Im Na­tio­nal­park wird ab­ge­holzt

Dresdner Morgenpost - - FRONT PAGE - Von Eric Hof­mann

BAD SCHANDAU - Kä­fe­r­alarm im Elb­sand­stein­ge­bir­ge! Im Af­fen­st­ein­ge­biet wa­ren plötz­lich meh­re­re Fich­ten vom ge­fähr­li­chen Bor­ken­kä­fer be­fal­len. Ex­tra da­für gibt es aber ei­nen schnel­len Ein­satz­trupp rund um Rin­go Brie­ger (44).

„Wir ha­ben mit dem Na­tio­nal­park ei­nen Ver­trag“, er­klärt der For­st­ar­bei­ter. „Wenn uns ein Kä­fer­be­fall ge­mel­det wird, müs­sen wir uns in­ner­halb von drei Ta­gen dar­um ge­küm­mert ha­ben.“Am Wo­che­n­en­de klin­gel­te die Park­ver­wal­tung dann bei der Kä­fer­be­reit­schaft durch. „Un­ter dem Bloß­stock wa­ren rund 30 Fich­ten vom Kä­fer be­fal­len“, sagt Brie­ger. „Die muss­ten so­fort aus dem Wald, da­mit sich die Schäd­lin­ge nicht wei­ter ver­brei­ten. De­nen wird man sonst ganz schwer

Herr.“

Mit zwei Mit­ar­bei­tern rück­te Brie­ger des­halb aus, kapp­te die be­fal­le­nen Fich­ten mit der Ket­ten­sä­ge. Beim Beu­then­fall im Kir­nitzsch­tal wur­den die Stäm­me dann zwi­schen­ge­la­gert. Ein Holz­ver­ar­bei­ter hol­te sie dort schleu­nigst ab, da­mit der Ge­mei­ne Bor­ken­kä­fer nicht un­ter der Rin­de wei­ter frisst.

„Wir muss­ten uns dann noch um zwei grö­ße­re Stü­cke küm­mern“, so der Holz­fäl­ler. „Die nimmt uns kein Un­ter­neh­men ab, al­so ha­ben wir sie ent­schält und zer­klei­nert.“Jetzt ist erst mal wie­der Ru­he. Aber der Kä­fer­not­ruf könn­te je­den Au­gen­blick wie­der schril­len ...

Die Gän­ge zei­gen deut­lich,

wie stark die Fich­ten­stäm­me schon

be­fal­len wa­ren.

Rin­go Brie­ger (44) ent­schält ein gro­ßes Stammstück. Der Bor­ken­kä­fer kann schnell für gan­ze Wald­stü­cke ge­fähr­lich wer­den.

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