Lie­ber man hat, als man hät­te

Dresdner Morgenpost - - POLITIK - Von As­trid Lang­ner

Ei­gent­lich ist das neue Zi­vil­schutz­kon­zept, al­so der Notfallplan für den Fall der Fäl­le, rich­tig und wich­tig. Im Zwei­fel ist es im­mer rat­sam, sich an den Leit­spruch zu hal­ten: Lie­ber man hat, als man hät­te.

Doch mal ehr­lich? Wie vie­le von uns wer­den sich an die­se Hams­ter­kauf-Emp­feh­lung der Bun­des­re­gie­rung hal­ten? Für ei­ne vier­köp­fi­ge Fa­mi­lie be­deu­tet dies: Kon­ser­ven bis un­ters Dach und 40 Li­ter­fla­schen Was­ser im Kel­ler! Und das auch nur, wenn man ei­nen Kel­ler hat.

Zu­mal die­ser Rat zum Hor­ten von Le­bens­mit­teln nicht neu ist. So wur­de 2004 in Bonn das Bun­des­amt für Be­völ­ke­rungs­schutz und Ka­ta­stro­phen­hil­fe ge­grün­det, das seit­her sol­che Vor­rats-Richt­li­ni­en auf sei­ner Web­site auf­lis­tet.

Und was ist pas­siert? Nichts. Glück­li­cher­wei­se. Bis­her. Denn ei­nen Ernst­fall kann man lei­der nie aus­schlie­ßen, und dann soll­te man sich nicht sa­gen: Hät­te ich mal lie­ber …

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