Pro­zess um un­flä­ti­gen Kn­ei­per

Dresdner Morgenpost - - DRESDEN -

Ro­hes Fest! Aus­ge­rech­net Weih­nach­ten ras­te­te Kn­ei­per Jens U. (45) so hef­tig aus, dass er ges­tern vorm Amts­rich­ter saß.

Es war schon weit nach Mit­ter­nacht, als Su­sann J. (47) und ihr Mann Bernd (48) im VW-Bus an der Alaun­stra­ße vor­fuh­ren. „Wir hat­ten die Ge­schen­ke für un­se­re Kin­der im Au­to“, so die Mu­sik­päd­ago­gin. „Die woll­ten wir aus­la­den, dann das Au­to um­par­ken.“

Der Wa­gen hielt vor der Holz­hüt­te, aus der Jens U. aus­schenk­te. „Ich war kaum aus­ge­stie­gen, da pö­bel­te er los.“Laut An­kla­ge brüll­te er: „Fahr Dei­ne Kar­re weg, Du al­te Neu­stadt­fot­ze!“Ehe­mann Bernd, der den an­ge­trun­ke­nen Kn­ei­per um Mä­ßi­gung bat, trat er wü­tend in den Hin­tern, be­spuck­te ihn und trat noch ge­gen das Au­to.

Jens U., of­fen­bar selbst gu­ter Kun­de der Hüt­te, leug­ne­te erst: „Ich trat ihn in den Hin­tern, weil er in der Hüt­te die Mu­sik lei­ser dre­hen woll­te.“Doch nach den Zeu­gen er­klär­te er klein­laut: „War wohl so. Ent­schul­di­gung!“

Der Rich­ter ver­don­ner­te den Mann mit den 16 Vor­stra­fen zu fünf Mo­na­ten Haft. Die Stra­fe wur­de zur Be­wäh­rung aus­ge­setzt. Zu­sätz­lich muss Jens U. 200 Eu­ro an ei­nen ge­mein­nüt­zi­gen Ver­ein zah­len. sts

Jens U. (45) ras­te­te Weih­nach­ten in der Neu­stadt völ­lig aus.

Der Kn­ei­per in die­ser Hüt­te wur­de An­woh­nern ge­gen­über aus­fäl­lig.

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