Mit Kampf und Krampf zum Sieg

„Feu­er frei, nach vorn mu­tig und Eier ha­ben“

Dresdner Morgenpost - - FRONT PAGE - Dirk Lö­pelt

DRES­DEN - Die Po­kal­schlscht ge­gen RB Leip­zig wa­re in gro­ber Kampf. Für man­che aber auch ein schmerz­haf­ter Krampf. So wie für Dy­na­mos Ka­pi­tän Mar­co Hart­mann.

Der schlepp­te sich in der Ver­län­ge­rung nur noch über den Platz, ging im­mer wie­der in die Deh­nung. ER konn­te ei­nem schon fast leid tun. Doch Dy­na­mo hat­te be­reits drei­mal ge­wech­selt.

„Har­ti“muss­te al­so wohl oder übel auf die Zäh­ne bei­ßen. Das tat der 27-Jäh­ri­ge wie im­mer vor­bild­lich, auch wenn er sich dies­mal für sei­ne Trup­pe re­gel­recht auf­op­fer­te schließ­lich ris­kier­te er bei je­dem Schritt ei­ne Ver­let­zung.

„Das ha­be ich so noch nie er­lebt, al­so wirk­lich“, sag­te Hart­mann nach­her ka­putt, aber über­glück­lich. „Ich ha­be in je­dem Kör­per­teil Krämp­fe ge­kriegt, die Ad­duk­to­ren wa­ren völ­lig zu. Aber was wills­te ma­chen, wir hat­ten drei­mal ge­wech­selt. Al­so steh‘ da, wo du stehst, ver­such noch was zu ma­chen, tritt mal ei­nen um oder so.“Von Bord woll­te der Ka­pi­tän je­den­falls un­ter kei­nen Um­stän­den: „Es gibt nichts Schlim­me­res, als sich aus­wech­seln zu las­sen.“Hart­mann & Co. bo­gen das Ding schließ­lich durch die grö­ße­re Moral. „Mit dem Rück­stand hat ir­gend­wie der Glau­be ge­fehlt. Wie willst du das jetzt um­bie­gen? Al­so: Back to the roots, das ma­chen, was wir das gan­ze letz­te Jahr ge­macht ha­ben - Feu­er frei, nach vorn mu­tig, Eier ha­ben.“Ge­nau so wird Dy­na­mo auch in der 2. Li­ga über­le­ben.

Der 28-Jäh­ri­ge schlepp­te sich in der Ver­län­ge­rung ins Ziel und über­stand so man­chen schmerz­haf­ten Krampf. Hier steht ihm Mar­vin Ste­fa­ni­ak bei.

Ka­putt, aber

glück­lich: Dy­na­mo-Ka­pi­tän Mar­co

Hart­mann klatscht nach dem Po­kal­sieg ge­gen die „Ro­ten Bul­len“mit den Fans ab.

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