Tru­cker ret­tet Kat­zen­ba­bys

Dresdner Morgenpost - - FRONT PAGE -

ZWI­CKAU - Wie ir­re ist die­ser Tier­quä­ler? Drei klei­ne Kat­zen­ba­bys, viel­leicht drei oder vier Wo­chen alt, für den Tod be­stimmt: Ei­nem ro­ten Ka­ter­chen wird der Schä­del ein­ge­schla­gen, er über­lebt nur knapp. Sei­ne bei­den Ge­schwis­ter wer­den in ei­nem Lüf­tungs­rohr ei­ner Werks­hal­le bei VW ent­deckt.

Dass die drei Kätz­chen noch le­ben, ha­ben sie ei­nem auf­merk­sa­men Brum­mi­fah­rer zu ver­dan­ken. Der Tru­cker aus Ho­hen­stein-Ernst­thal lie­fer­te Ma­te­ri­al ins VW-Werk und fand das schwer ver­letz­te Ka­ter­chen eher zu­fäl­lig vor dem Ab­luft­rohr lie­gend. Als er sich um den schwer ver­letz­ten Stu­ben­ti­ger küm­mer­te, hör­te er des­sen Ge­schwis­ter im Ab­luft­rohr kläg­lich mi­au­en. Er hol­te sie dort raus und schaff­te sie nach Cains­dorf. „Es sah nicht gut aus für den ver­letz­ten Ka­ter“, sag­te Tier­ärz­tin An­ne­gret Bein­ru­cker (51).

Doch dank An­ti­bio­ti­ka und Schmerz­mit­teln über­stand das schwer ver­letz­te Tier die Nacht, krab­bel­te mor­gens schon wie­der um­her. „Ich glau­be, er wird es schaf­fen“, sagt die Tier­ärz­tin. Sie hat schon be­schlos­sen, den klei­nen Kämp­fer zu be­hal­ten. Auf ihn war­tet noch ei­ne Ope­ra­ti­on. „Es müs­sen Split­ter sei­ner Schä­del­de­cke ent­fernt wer­den.“

Ob der Ka­ter Fol­ge­schä­den da­von­tra­gen wird, kann der­zeit noch nie­mand sa­gen. Die Kos­ten für die Be­hand­lung trägt die Tier­ärz­tin al­lein, für die bei­den Ge­schwis­ter­chen wird jetzt ein neu­es Zu­hau­se ge­sucht.

Frank Har­nack

Die­ses knuffi­ge Trio wur­de miss­han­delt und über­leb­te nur knapp. Ärz­tin An­ne­gret Bein­ru­cker (51, r.) und Ei­leen Kuhn (42) päp­peln die klei­nen Ra­cker lie­be­voll auf.

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