Na­za­rov kämpft um WM-Punk­te!

Der Au­er spielt mit Aser­bai­dschan in deut­scher Qua­li-Grup­pe

Dresdner Morgenpost - - FUSSBALL - Tho­mas Nah­ren­dorf

AUE - Län­der­spiel­pau­se, der FC Erz­ge­bir­ge hat al­le Mann im Trai­ning an Deck. Nein, nicht ganz. Di­mi­trij Na­za­rov fehlt. Der 26-Jäh­ri­ge kämpft am Sonn­tag mit Aser­bai­dschan um Punk­te in der WM-Qua­li­fi­ka­ti­on.

Aser­bai­dschan spielt in der Grup­pe C, der deut­schen Grup­pe! „Ein schö­ner Fakt“, grinst Na­za­rov. Doch be­vor es im März in Ba­ku ge­gen den Welt­meis­ter geht, ste­hen San Ma­ri­no, Nor­we­gen so­wie die bei­den EM-Teil­neh­mer Tsche­chi­en und Nord­ir­land auf dem Pro­gramm. „Wir spie­len jetzt in San Ma­ri­no, dort müs­sen wir ge­win­nen, wol­len wir in Russ­land 2018 da­bei sein“, hofft er auf die erst­ma­li­ge WM-Teil­nah­me sei­nes Lan­des. „Es muss schon gut lau­fen, aber drauf ha­ben wir es“, sagt er selbst­be­wusst. Dass „Di­ma“für Aser­bai­dschan auf­läuft, hat er dem da­ma­li­gen Trai­ner Ber­ti Voigts zu ver­dan­ken. „Als ich 2012 in Müns­ter spiel­te, nahm er Kon­takt mit mir auf. Wir ha­ben uns ge­trof­fen und er hat es mir schmack­haft ge­macht.“Er ist in der So­wjet­uni­on ge­bo­ren. Da Na­za­rov zu die­sem Zeit­punkt nur ei­nen deut­schen Pass be­saß, hät­te er für al­le Nach­fol­ge­staa­ten spie­len kön­nen.

Auch wenn sein Land eher zu den Klei­nen im Fuß­ball­zir­kus ge­hört, be­reut hat er den Schritt nicht: „Du spielst in Sta­di­en, die du sonst nie siehst, kickst ge­gen Spie­ler, ge­gen die du sonst nie auf dem Feld stehst. Ich ha­be schon vie­le schö­ne Din­ge er­lebt. Das macht schon rie­sig Spaß und gibt mir viel.“Ob­wohl sein Ge­burts­ort Kras­no­ar­me­jsk im heu­ti­gen Ka­sachs­tan liegt, fühlt er sich in­te­griert: „Ge­ra­de in Ba­ku ist die Eu­pho­rie groß. Die Leu­te sind be­geis­tert, dass ein Deut­scher für ih­re Far­ben spielt.“

Des­halb freut er sich je­des Mal, wenn er für Aser­bai­dschan auf­läuft, auch wenn die ganz gro­ße Auf­re­gung vor­bei ist. „Ich ha­be jetzt schon 15 Län­der­spie­le ab­sol­viert. Das legt sich ir­gend­wann“, lacht er. Sein De­büt fei­er­te er am 27. Mai 2014 ge­gen die USA, sein ers­ter von vier Tref­fern ge­lang ihm am 9. Sep­tem­ber 2014 beim 1:2 ge­gen Bul­ga­ri­en.

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