Bun­des­tag bil­ligt neu­en Fi­nanz­pakt

Dresdner Morgenpost - - POLITIK -

BERLIN - Es ist das größ­te Re­form­werk der Noch-Ko­ali­tio­nä­re: die Neu­ord­nung der Fi­nanz­be­zie­hun­gen ab 2020. Die seit Jah­ren hef­tig um­strit­te­ne Mil­li­ar­den-Um­ver­tei­lung zwi­schen „rei­chen“und „ar­men“Län­dern wird neu ge­re­gelt. Der Bun­des­tag bil­lig­te ges­tern den müh­sam aus­ge­han­del­ten Fi­nanz­pakt - und da­mit 13 Än­de­run­gen des Grund­ge­set­zes.

Mit der Re­form er­hal­ten die Län­der künf­tig jähr­lich 9,75 Mil­li­ar­den Eu­ro vom Bund - die Sum­me wird in den Fol­ge­jah­ren wei­ter stei­gen. Das ist deut­lich mehr Geld als bis­her. Da­für, dass der Bund zum Zahl­meis­ter wird, be­kommt er al­ler­dings mehr Ein­griffs­rech­te.

So et­wa beim The­ma Schu­le. Wa­ren In­ves­ti­tio­nen in Bil­dung bis­lang aus­schließ­lich Län­der­sa­che, darf der Bund bei­spiels­wei­se in Plei­te-Ge­mein­den künf­tig maro­de Schu­len sa­nie­ren.

Auch auf Fern­stra­ßen hat Berlin das Sa­gen: Im Grund­ge­setz wird noch kla­rer ste­hen, dass Au­to­bah­nen nicht pri­va­ti­siert wer­den dür­fen. Es wird ei­ne „Au­to­bahn­ge­sell­schaft“ge­grün­det, die Stra­ßen schnel­ler pla­nen und bau­en soll.

Bei der Steu­er­ver­wal­tung will der Bund da­für sor­gen, dass es mit ein­heit­li­cher Soft­ware u.a. bei der Steu­er­er­klä­rung bald deutsch­land­weit schnel­ler geht.

Der Bun­des­tag hat die Bund-Län­der-Fi­nanz­re­form mit um­fang­rei­chen Ver­fas­sungs­än­de­run­gen mit der not­wen­di­gen Zwei­drit­tel­mehr­heit ge­bil­ligt.

Fi­nanz­mi­nis­ter Wolf­gang Schäu­b­le (74, CDU) spricht von ei­nem so­li­den Re­form­pa­ket.

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