Frü­hes Aus fürs Dop­pel Boll/Long

Dresdner Morgenpost - - SPORT -

DÜSSELDORF - Ti­mo Boll woll­te sich erst gar nichts vor­ma­chen. „Das war vi­el­leicht mei­ne größ­te Chan­ce auf ei­ne Me­dail­le oder so­gar mehr“, sag­te der Re­kord-Eu­ro­pa­meis­ter nach dem Ach­tel­fi­nal-Aus im Düs­sel­dor­fer WM-Dop­pel an der Sei­te von Chi­nas Su­per­star Ma Long sicht­lich ent­täuscht.

Kurz zu­vor dürf­te dem 36-Jäh­ri­gen nach dem fi­na­len Vor­hand­feh­ler von Ma schon ge­schwant ha­ben, dass sei­ne gro­ße Kar­rie­re nach dem 1:4 ge­gen die chi­ne­si­schen Top­fa­vo­ri­ten Xu Xin/ Fan Zhen­dong vor­aus­sicht­lich un­voll­endet blei­ben wird. Den­noch klatsch­te Boll sei­nen Part­ner tap­fer ab und klopf­te dem Olym­pia­sie­ger freund­schaft­lich auf die Schul­ter.

Un­ver­hoh­len aber trau­er­te der Welt­rang­lis­ten-Ach­te der aus­ge­las­se­nen Chan­ce zur 2:0-Satz­füh­rung nach. „Als wir den zwei­ten Satz nicht nach Hau­se ge­bracht ha­ben, ist das Spiel ge­kippt“, ana­ly­sier­te Boll: „Von der Har­mo­nie und Ab­spra­che hat al­les ge­klappt, es wa­ren mehr die in­di­vi­du­el­len Feh­ler, die ent­schei­dend wa­ren.“

So­mit bleibt dem Er­ba­cher nur noch das Ein­zel. Da wird’s sehr schwer für ihn, in den Me­dail­len-Kampf ein­zu­grei­fen. Ei­ne Über­ra­schung ist aber im­mer drin. Das zeig­te ges­tern der 13-jäh­ri­ge To­mo­ka­zu Ha­ri­mo­to. Im ja­pa­ni­schen Zweit­run­den-Du­ell warf er den Olym­pia-Drit­ten Jun Mi­zu­ta­ni (27) mit 4:1 aus dem Tur­nier.

Ti­mo Boll (l.) und Ma Long hat­ten sich im Dop­pel ei­ne WM-Me­dail­le er­hofft, doch im Ach­tel­fi­na­le war Schluss.

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