Dresd­ner Schü­ler wird Ki­no­star

Dresdner Morgenpost - - ERSTE SEITE - gg

DRES­DEN - Seit April führt der 13-jäh­ri­ge An­ton Pet­zold als Schü­ler ein Dop­pel­le­ben. Als An­ton geht er in Dres­den zur Schu­le, 7. Klas­se, Christ­li­ches Gym­na­si­um. Au­ßer­dem ist er Schü­ler an der Goe­the-Ge­samt­schu­le in Mün­chen. Nur heißt er dort Jus­tin.

Ei­ne ei­gen­ar­ti­ge Kon­stel­la­ti­on, die sich doch recht

ein­fach er­klä­ren lässt. Denn das Ers­te ist aus dem rich­ti­gen, das Zwei­te aus dem fal­schen, er­fun­de­nen, doch über­aus er­folg­rei­chen Le­ben. An­ton, dem deut­schen Ki­no­pu­bli­kum bes­tens be­kannt aus den drei Ver­fil­mun­gen der „Ri­co, Os­kar“Ro­ma­ne von An­dre­as St­ein­hö­fel, macht jetzt mit im drit­ten Teil von „Fack Ju Göh­te“. Der zur­zeit in Mün­chen ent­steht. Am kom­men­den Don­ners­tag hat der tem­pe­ra­ment­vol­le Blond­schopf sei­nen letz­ten Dreh­tag.

Ein­mal mit Elyas M‘Barek spie­len, das war im­mer ein Traum von An­ton. Auch wenn er es scha­de fin­det, dass Ka­ro­li­ne Her­furth, die in den „Ri­co, Os­kar“-Fil­men sei­ne Mut­ter spiel­te und in den ers­ten bei­den „Fack ju Göh­te“-Tei­len die knuffi­ge Leh­re­rin Li­li Schna­belstedt gab, im drit­ten Teil nicht mehr mit­macht, ist er Feu­er und Flam­me. Die An­stren­gun­gen, die es be­deu­tet, wenn man Schu­le und Dreh­ar­bei­ten ko­or­di­nie­ren muss, sind ihm wurscht. An­ton: „Ich flie­ge manch­mal mor­gens nach Mün­chen und abends wie­der zu­rück, ein an­de­res Mal blei­be ich auch mal zwei Ta­ge dort, je nach­dem wie der Dreh­plan ist. Mir macht das un­ge­heu­er viel Spaß.

Ich freue mich je­des­mal dar­auf, mit all den an­de­ren am

Film­set zu sein.“

Wor­um es in dem neu­en Film geht, darf noch nicht ver­ra­ten wer­den. Doch ist die Be­set­zung wie­der zum Zun­ge­schnal­zen. Ne­ben der Stamm­be­set­zung aus Elyas M‘Barek, Jel­la Haa­se, Kat­ja Rie­mann und an­de­ren ist „To­ni Erd­mann“-Darstel­le­rin San­dra Hül­ler mit da­bei. In klei­nen Ne­ben­rol­len ma­chen die Bay­ern-Stars Mats Hum­mels, Da­vid Ala­ba und Jos­hua Kim­mich mit. „Dass ich aus­ge­rech­net an die­sem Dreh­schon tag nicht da­bei war, är­gert mich ein biss­chen“, sagt An­ton, der selbst bei Tur­bi­ne Dres­den kickt.

Wenn der Film am 31. Ok­to­ber in die Ki­nos kommt, hat An­ton längst den nächs­ten Film ab­ge­dreht. Wie­der ein St­ein­hö­fel, „Dscher­me­ni“, ein Sechs­tei­ler für das ZDF über die Flücht­lings­kri­se aus Kin­der­sicht. Ge­dreht wird in den Som­mer­fe­ri­en.

Mül­ler mit Ka­ro­li­ne Zu­falls­leh­rer Ze­ki

Elyas M’Barek als Ju

im ers­ten Film „Fack Her­furth als Li­li Schna­belstedt

nicht mehr mit da­bei. beim drit­ten Film

Göh­te“. Her­furth ist Mats Hum­mels (l.),

Jos­hua Kim­mich (2.v.l.) und

Da­vid Ala­ba (Mi.) ma­chen

ein Sel­fie mit Jel­la Haa­se und

an­de­ren „Fack Ju

Göh­te“-Darstel­lern. An­ton in coo­ler Po­se in der Ro­then­bur­ger

Stra­ße, Neu­stadt, wo sei­ne Mut­ter ein

Ge­schäft mit Kin­der­kla­mot­ten führt.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.