Gro­ße Plä­ne für ba­ro­cke Neu­stadt

Dresdner Morgenpost - - ERSTE SEITE - Von Dirk Hein

Der Neu­städ­ter Markt ist noch im­mer ei­ne un­fer­ti­ge Ecke der In­nen­stadt. Ab­ge­hängt vom Bau­boom in der Alt­stadt und im Ba­rock­vier­tel, do­mi­niert Tris­tesse. Das wol­len Stadt und Vo­no­via un­ter an­de­rem mit in­ter­na­tio­na­len Ar­chi­tek­tur-Wett­be­wer­ben än­dern, die noch die­sen Herbst star­ten. Zu klä­ren ist, ob und wo neue Ge­bäu­de ge­baut wer­den kön­nen, wie die Gro­ße Meiß­ner Stra­ße ver­klei­nert wer­den kann und wel­che Fas­sa­den auf­ge­hüb­scht wer­den müs­sen. Er­geb­nis­se sol­len im Früh­jahr 2018 vor­lie­gen. Fest steht be­reits, dass das Nar­ren­häu­sel ori­gi­nal­ge­treu wie­der auf­ge­baut wird. 1. Plat­te weg, Neu­bau da Um Neu­städ­ter Markt und Haupt­stra­ße in Rich­tung Ba­rock­vier­tel zu öff­nen, ver­schwand be­reits im Fe­bru­ar 2011 ent­lang der Haupt­stra­ße ei­ne Plat­te. Der Neu­bau ließ ei­nen Durch­gang zur Hein­rich­stra­ße zu.

2. An­bin­dung Rähnitz­gas­se Nächs­tes Ziel ist die An­bin­dung des Plat­zes an Rähnitz­gas­se, Ober­gra­ben und Kö­nig­stra­ße. Auch da­für müs­sen al­te Vo­no­via-Plat­ten wei­chen. Um das an­zu­schie­ben, be­rei­tet der Woh­nungs­gi­gant ge­ra­de ein Werk­statt­ver­fah­ren mit meh­re­ren Ar­chi­tek­tur­bü­ros vor.

3. Durch­gang zur Rit­ter­stra­ße Auf der Ost­sei­te des Mark­tes soll eben­falls ein Stück Plat­te weg, um ei­nen Durch­gang zur eins­ti­gen Ka­ser­nen­stra­ße in Rich­tung Rit­ter­stra­ße und Al­bert­stra­ße zu er­mög­li­chen. Bei­de Punk­te ste­hen laut Bau­bür­ger­meis­ter Raoul Schmidt-La­mon­tain „ganz oben auf der Pla­nungs­lis­te.“

4. Block­haus wird Mu­se­um Das Block­haus auf der West­sei­te der Au­gus­tus­brü­cke einst Neu­städ­ter Wa­che und zu DDR-Zei­ten Re­stau­rant - soll bis 2021 für 20 Mil­lio­nen Eu­ro als Mu­se­um der Mo­der­ne her­ge­rich­tet wer­den. Es wird Hei­mat des „Ar­chiv der Avant­gar­den“, ge­stif­tet von Samm­ler Eg­idio Mar­zo­na.

5. Brö­ckel­ner Be­ton­brun­nen Um­welt­bür­ger­meis­te­rin Eva

Jäh­ni­gen (51, Grü­ne) will nach „Fi­nan­zie­rungs­mög­lich­kei­ten“für den ma­ro­den Be­ton­brun­nen von Künst­ler Fried­rich Kracht (1979) an der Ost­sei­te des Mark­tes su­chen. Das Ge­gen­stück an der West­sei­te ist be­reist sa­niert.

6. Au­to­freie Au­gus­tus­brü­cke

Die Stadt setzt gro­ße Hoff­nun­gen in ei­ne au­to­freie Au­gus­tus­brü­cke, die mehr Fuß­gän­ger von der Alt­stadt in die Neu­stadt lo­cken soll.

7. Nar­ren­häu­sel

Das Nar­ren­häu­sel soll wie­der auf­ge­baut wer­den. Bau­un­ter­neh­mer Frank Wieß­ner hat be­reits In­ter­es­se an­ge­mel­det. Über die Ver­ga­be des 460 Qua­drat­me­ter gro­ßes Grund­stücks ent­schei­det letzt­lich der Dresd­ner Stadt­rat.

In das Block­haus wer­den bis 2021 sat­te 20 Mil­lio­nen Eu­ro in­ves­tiert. Wo jetzt noch Plat­ten ste­hen, soll sich ein groß­zü­gi­ges Tor Rich­tung Ba­rock­vier­tel öff­nen.

Wer er­in­nert sich noch? Bis 2011 stand hier ei­ne häss­li­che DDR-Plat­te. Die Aus­schrei­bung für das Nar­ren­häu­sel rechts der Au­gus­tus­brü­cke steht.

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