Kein Typ für auf gut Wet­ter ma­chen

Dresdner Morgenpost - - POLITIK - Von Tho­mas Sch­mitt

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er Auf­schrei ist groß - und er ist be­rech­tigt. Do­nald Trump stößt die Welt ein­mal mehr vor den Kopf mit sei­nem Nein zum Kli­ma-Ab­kom­men von Pa­ris. Dass der US-Prä­si­dent kein Son­nen­schein­chen ist, dürf­te in­zwi­schen bis in den letz­ten Win­kel der Er­de be­kannt sein. Das Ge­fähr­li­che an sei­nem Ver­ständ­nis des Zu­sam­men­le­bens ist al­ler­dings, dass er die Zu­sam­men­hän­ge des Le­bens nicht ver­steht oder ver­ste­hen will.

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as zu dem welt­wei­ten Auf­schrei der Em­pö­rung al­ler­dings eben­so an­zu­mer­ken ist: Vie­le Län­der, de­ren Ver­ant­wort­li­che die Über­ein­kunft vom De­zem­ber 2015 mit­tra­gen, ha­ben selbst wei­ter­hin gro­ßen Nach­hol­be­darf in Sa­chen Kli­ma­schutz. Vie­ler­orts bleibt die­ser le­dig­lich ein Lip­pen­be­kennt­nis - die Unterschiede zwi­schen Re­den und Han­deln sind er­heb­lich. Viel hei­ße Luft eben.

V iel­leicht hat Trumps Wahn­sinn­s­ent­schei­dung zu­min­dest ein Gu­tes: ei­ne Jetzt-erst-recht-Re­ak­ti­on vom Rest der Welt. Dem Kli­ma wä­re da­mit wohl ge­hol­fen.

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