Stadt­rat-Tech­nik bremst die Ab­stim­mung­per Knopf­druck aus

Dresdner Morgenpost - - DRESDEN -

Seit Mai 2016 ist die 150 000 Eu­ro teu­re und hy­per­mo­der­ne Ab­stim­mungs­an­la­ge im Stadt­rat funk­ti­ons­fä­hig. Doch noch im­mer he­ben die Rä­te zum Ab­stim­men die Hand. Denn jetzt macht ein Soft­ware-Pro­blem Är­ger.

Nach über ei­nem Jahr im Stand­by-Mo­dus bremst ein um­fang­rei­ches Soft­ware-Up­date Ver­wal­tung und Stadt­rä­te aus. Ord­nungs­bür­ger­meis­ter Det­lef Sit­tel (50, CDU): „Nach­dem das auf­ge­spielt ist, wol­len ei­ni­ge Stadt­rä­te noch­mal ei­nen Pro­be­be­trieb.“Frü­hes­tens nach der Som­mer­pau­se im Au­gust kann dann elek­tro­nisch per Knopf­druck ab­ge­stimmt wer­den.

Bei vie­len Rä­ten ist die High­tech-An­la-

ge oh­ne­hin un­be­liebt. Wer nicht an sei­nem Platz ist, kann zu­künf­tig nicht mehr ei­lig in den Saal stür­mend mit er­ho­be­ner Hand noch ab­stim­men.

Zu­dem kann sich mit der neu­en An­la­ge schwe­rer am Frak­ti­ons-Chef ori­en­tiert wer­den. Bis­her war klar: Hebt der die Hand, folgt die Frak­ti­on. Zu­künf­tig kann das nur müh­sam über ei­nen Bild­schirm ab­ge­le­sen wer­den. DiHe

Kon­fu­si­on im Stadt­rat: Die neue Ab­stim­mungs­an­la­ge ist im­mer noch nicht im Ein­satz.

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