Rapp wird ein „Veil­chen“!

Dresdner Morgenpost - - FUSSBALL -

AUE - Nächs­ter Coup auf dem Trans­fer­markt: Die „Veil­chen“ha­ben sich In­nen­ver­tei­di­ger Ni­co­lai Rapp von der TSG Hof­fen­heim ge­an­gelt.

Der 20-Jäh­ri­ge un­ter­schrieb beim FCE ei­nen Drei­jah­res-Ver­trag, der für die

2. und 3. Li­ga gül­tig ist. Ni­co­lai Rapp war in der letz­ten Se­rie an die SpVgg Greu­ther Fürth aus­ge­lie­hen, bei der er

18 Mal in der 2. Li­ga spiel­te.

„Ich freue mich au­ßer­or­dent­lich, dass uns die Ver­pflich­tung von Ni­co­lai ge­lun­gen ist. Er ist ein jun­ger leis­tungs­fä­hi­ger In­nen­ver­tei­di­ger, der ge­nau in un­ser sport­li­ches Kon­zept passt,“, mein­te Au­es Boss Hel­ge Le­on­hardt. Coach Do­me­ni­co Te­des­co zeig­te sich eben­falls zu­frie­den: „Ni­co­lai stellt ei­nen op­ti­ma­len Mix aus jung, hung­rig und er­fah­ren dar, hat in Fürth be­wie­sen, meh­re­re Po­si­tio­nen auf die­sem Ni­veau spie­len zu kön­nen. Vor al­lem die des In­nen­ver­tei­di­gers hat er sehr in­tel­li­gent in­ter­pre­tiert. Wir freu­en uns, ihn jetzt hier zu ha­ben.“

Im Lau­fe ei­nes Jah­res kris­tal­li­sie­ren sich in ei­ner Mann­schaft Ge­win­ner her­aus. Je­ne Leu­te, die dem Team ein Ge­sicht ge­ben, Punk­te aus dem Feu­er ho­len. Die drei Au­er MOPO-Ge­win­ner sind: Mar­tin Män­nel, Chris­ti­an Tif­fert und Lou­is Sam­son.

Klas­se ge­hal­ten! Die­se Wor­te sind zwei­deu­tig und auch ge­nau­so ge­meint. Män­nel hat klas­se ge­hal­ten, oh­ne ihn hät­te es wohl nicht ge­klappt. In der Rück­run­de muss­te er gar nicht so oft ein­grei­fen, um Chan­cen zu ent­schär­fen. Das mach­ten sei­ne Vor­der­leu­te. Aber al­lein das Wis­sen, da hin­ten steht ei­ner, der kann was, reich­te auch sei­nem Team. War er mal ge­for­dert, war er da. Bei Ab­stieg wä­re Män­nel vi­el­leicht auf die Idee ge­kom­men, das Erz­ge­bir­ge doch ein­mal zu ver­las­sen. So hat er noch zwei Jah­re Ver­trag - gut so und wei­ter­hin klas­se hal­ten! Alt­meis­ter „Tif­fi“stand vor ei­nem Jahr in der Ge­schäfts­stel­le und grü­bel­te. Noch­mal 2. Li­ga mit da­mals 34? Er be­müh­te das Gän­se­blüm­chen: „Ich schaf­fe es, ich schaf­fe es nicht.“Das letz­te Blatt riss er bei „Ich schaf­fe es“ab. Tif­fert ent­schied sich wei­ter­zu­ma­chen. Nach dem 2:4 in Bochum und sei­ner zwei­ten Am­pel­kar­te nach acht Spiel­ta­gen war die Be­fürch­tung da: Es ist al­les zu schnell ge­wor­den für den Mit­tel­feld­spie­ler. Und dann? Ganz ehr­lich? Ru­hi­ger, ab­ge­klär­ter, ef­fi­zi­en­ter, ab­ge­brüh­ter kann man im Mit­tel­feld nicht Di­ri­gent spie­len. Das war oft Mu­sik. Vie­le Ver­ei­ne hät­ten gern so ei­nen spiel­in­tel­li­gen­ten Sech­ser wie Tif­fert - mit 35.

Und dann war doch noch Au­es Ga­zel­le. Das ist nicht bö­se ge­meint, son­dern lo­bend. Mit wel­cher Leich­tig­keit und Schnel­lig­keit sich Lou­is Sam­son im Mit­tel­feld be­haup­tet hat, das war stark. Aber den ab­so­lu­ten Schach­zug mach­te Do­me­ni­co Te­des­co mit ihm. Sam­son war sein Turm, der die geg­ne­ri­schen An­grei­fer matt setz­te. Als Ab­wehr­chef lie­fer­te der 21-Jäh­ri­ge Leis­tun­gen ab, das war gro­ßes Ki­no. Das nächs­te steht in Braun­schweig. Dort kann er zu­sam­men mit Ste­ve Breit­kreuz gu­cken. Leis­tung macht be­gehr­lich.

Tho­mas Nah­ren­dorf

Kee­per Mar­tin Män­nel (l.) war auch in der ab­ge­lau­fe­nen Sai­son wie­der ein star­ker Rück­halt für die „Veil­chen“. Gut, dass sein Ver­trag beim FCE noch zwei Jah­re läuft ...

Au­es Di­ri­gent! Chris­ti­an Tif­fert (l., ge­gen den Düs­sel­dor­fer Chris­ti­an Gart­ner) lei­te­te das FCE-Orches­ter aus dem Mit­tel­feld her­aus.

Ni­co­lai Rapp (r., ge­gen den

Karls­ru­her Os­kar Za­wa­da) soll künf­tig die „Veil­chen“-Ab­wehr wei­ter sta­bi­li­sie­ren

hel­fen.

Coach Do­me­ni­co Te­des­co freu­te sich über die Ver­pflich­tung.

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