Wer muss für den Flut­schutz zah­len?

Dresdner Morgenpost - - DRESDEN - Von Dirk Hein

Seit 2011 sind gro­ße Tei­le der Dresd­ner In­nen­stadt durch mil­lio­nen­teu­re Schutz­mau­ern hoch­was­ser­si­cher. Doch hin­ter den Ku­lis­sen strei­ten sich Stadt und Land seit­her über die lau­fen­den Kos­ten. Jetzt knickt das Rat­haus ein. Vor al­lem, um ein wei­te­res Mil­lio­nen­pro­jekt nicht zu ge­fähr­den.

236 000 Eu­ro jähr­lich kos­ten La­ge­rung, War­tung und Pro­be­auf­bau der mo­bi­len Schutz­wän­de, die im Ernst­fall auf die vor­han­de­nen Schutz­wäl­le auf­ge­setzt wer­den. Oben­drauf kom­men ein­ma­lig 1,5 Mil­lio­nen Eu­ro für die nicht mehr nur pro­vi­so­ri­sche Ein­la­ge­rung der Bau­tei­le.

Die Stadt war bis­her der Meinung, dass die Kos­ten da­für der Frei­staat zu tra­gen hat, da mit der El­be ein Ge­wäs­ser ers­ter Ord­nung be­trof­fen ist. Das Land sieht das an­ders, hat im­mer dan­kend ab­ge­lehnt und ei­nen wich­ti­gen Jo­ker ge­zo­gen: So­lan­ge Dres­den nicht zahlt, kom­men die Pla­nun­gen für den Hoch­was­ser­schutz in Lau­be­gast nicht so rich­tig auf Tou­ren ...

Jetzt gibt OB Dirk Hil­bert (45, FDP) zäh­ne­knir­schend nach: „Die Kos­ten­über­nah­me von zu­sätz­lich jähr­lich 236 000 Eu­ro er­folgt nach Auf­fas­sung des Rechts­am­tes oh­ne Rechts­grund­la­ge. Sie soll ein­zig des­halb über­nom­men wer­den, um in Lau­be­gast die er­for­der­li­che Ver­ein­ba­rung mit dem Frei­staat zu er­zie­len.“Das letzt Wort hat nun der Stadt­rat.

Wäh­rend ei­ner Übung wur­de an der Brühl­schen Gas­se das drei mal zehn Me­ter gro­ße mo­bi­le Flut­tor auf­ge­baut.

Zu­künf­tig soll Dres­den die Kos­ten für den mo­bi­len Hoch­was­ser­schutz selbst tra­gen.

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