Vor­wärts Lin­ke wol­len

Dresdner Morgenpost - - DRESDEN -

Soll Dres­den min­des­tens 150 000 Eu­ro aus­ge­ben, um ein Le­nin-Denk­mal zu­rück­zu­kau­fen? 1992 ver­schenk­te das Rat­haus den 80 Ton­nen schwe­ren Gra­nit-Le­nin vom Wie­ner Platz an ei­nen schwä­bi­schen Gr­ab­stein­fa­bri­kan­ten. Jetzt taucht die Skulp­tur in ei­ner Auk­ti­on auf...

1974 auf dem da­mals ex­tra um­be­nann­ten Lenin­platz auf­ge­stellt, er­folg­te 1992 der Ab­bau. Der schwä­bi­sche Fa­b­ri­kant Jo­sef Kurz durf­te das 80-Ton­nen-Mo­nu­ment mit Spe­zi­al­krä­nen vom So­ckel hie­ven. Un­ter Po­li­zei­schutz und ver­teilt auf sie­ben Schwer­last­trans­por­te ließ der St­ein­metz sei­nen Le­nin ins schwä­bi­sche Gun­del­fin­gen schlep­pen.

Auf sei­nem Fir­men­ge­län­de plan­te Kurz ei­nen So­zia­lis­ten-Park, un­ter an­de­rem mit Sta­lin und Thäl­mann. Doch der Un­ter­neh­mer hat­te nicht lan­ge Freu­de an sei­ner Idee, ver­starb noch

In An­we­sen­heit von Hans Mo­drow (heu­te 89) wur­de das Le­nin-Denk­mal 1974 ein­ge­weiht. 1992 wur­de das Denk­mal ent­fernt und da­bei zu­min­dest teil­wei­se be­schä­digt.

Will das Le­nin-Mo­nu­ment zu­rück nach Dres­den ho­len: Lin­ken-Chef An­dré Scholl­bach (38).

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