Face­lif­ting für die Sem­per­oper

Dresdner Morgenpost - - KULTUR -

DRES­DEN - Nach mehr als 30 Jah­ren be­kommt auch die edels­te Fas­sa­de ih­re Ris­se: Nun hat die ers­te Re­stau­rie­rung des un­te­ren Rund­foy­ers der Sem­per­oper seit Er­öff­nung des Hau­ses im Jah­re 1985 be­gon­nen.

Bis An­fang 2018 stel­len Ma­ler und Stucka­teu­re un­ter Lei­tung von Hans-Chris­toph Walt­her (54) die Rank­werks­ma­le­rei in den De­cken­ge­wöl­ben, den 13 Amo­ret­ten­bil­dern und die Stuck­ver­klei­dung wie­der her.

Für den Re­stau­ra­tor ei­ne Ope­ra­ti­on am of­fe­nen Her­zen: „Wir wol­len, dass die Oper wie­der in den Zu­stand kommt, wie Sem­per sie ge­plant hat.“Da­für ar­bei­ten fünf Ge­wer­ke in fünf Bau­ab­schnit­ten bei lau­fen­dem Be­trieb.

Auch Wand- und De­cken­fas­sun­gen wer­den ge­rei­nigt und re­tu­schiert, be­schä­dig­te Gold­gra­vu­ren er­neu­ert, Mar­mo­r­ele­men­te ge­rei­nigt, ge­wachst und po­liert. Kos­ten: Rund 180 000 Eu­ro.

Es wer­den Ma­te­ria­li­en ver­wen­det, die man auch in 15 Jah­ren nicht als nach­träg­lich auf­ge­tra­gen er­ken­nen soll. Für Walt­her ein Face­lif­ting: „Wir sprit­zen kein Bo­tox, wir straf­fen de­zent.“hn

Der heu­ti­ge Chef-Re­stau­ra­tor Hans-Chris­toph Walt­her (54) war be­reits 1985 an den Ar­bei­ten zur Opern-Er­öff­nung be­tei­ligt.

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