Ganz Dres­den singt und klingt

Dresdner Morgenpost - - KULTUR -

DRES­DEN - Men­schen ver­ei­nen und ei­ne völ­ker­ver­bin­den­de Bot­schaft sen­den: Mu­sik schafft das spie­lend. Das ist auch das er­klär­te Ziel des Open-Air-Pro­jek­tes „Klin­gen­de Stadt“der Dresd­ner Mu­sik­fest­spie­le, das am Sonn­abend zum zwei­ten Mal ei­nen Klang­tep­pich über der In­nen­stadt aus­brei­ten will. Es ist gleich­zei­tig der Hö­he­punkt des Fes­ti­vals, das heu­te in sei­ne fi­na­le Fest­spiel­wo­che star­tet.

Auf ih­rer Ziel­ge­ra­den bie­ten die oh­ne­hin schon viel­fäl­ti­gen Mu­sik­fest­spie­le noch ein­mal klas­si­sche Per­len und un­ge­wöhn­li­che Pro­jek­te auf. Ne­ben ei­ni­gen aus­ver­kauf­ten Kon­zer­ten wä­re et­wa das spa­ni­sche Kam­mer-En­sem­ble Cuar­te­to Ca­sals zu nen­nen. Das Streich­quar­tett spielt mor­gen, 20 Uhr, im Pa­lais im Gro­ßen Gar­ten Mo­zart, Beet­ho­ven und Bar­tók.

Dort be­gibt sich am Frei­tag, 20 Uhr, „Tat­ort“-Kom­mis­sar Mar­tin Bram­bach mit dem Block­flö­ten­quar­tett Flautan­do Köln auf die Spu­ren Mar­tin Lu­thers. Am Donnerstag, 20 Uhr, gas­tiert das 45-köp­fi­ge Mah­ler Cham­ber Orches­tra un­ter Lei­tung von Da­nie­le Gat­ti in der Frau­en­kir­che.

Am sel­ben Spiel­ort ist am Sonn­abend, 19 Uhr, ein Wu­tChor zu er­le­ben: „‚Wut‘: Je­linek, Wa­gner und Je­sus von Na­za­reth“heißt das sin­fo­ni­sche Ex­pe­ri­ment des Künst­lers Chris­ti­an von Bor­ries, der - in Zu­sam­men­ar­beit mit dem Staats­schau­spiel - ei­nen Text der Li­te­ra­tur­no­bel­preis­trä­ge­rin El­frie­de Je­linek be­ar­bei­tet hat.

Hö­he­punkt der Fest­spiel­wo­che aber wer­den die Open-Airs am Sonn­abend sein. Nach der Pre­mie­re 2016 ver­wan­deln er­neut Pro­fi- und Lai­en­mu­si­ker Dres­den in ei­ne „Klin­gen­de Stadt“. An elf Or­ten in der In­nen­stadt wird mu­si­ziert, ge­sun­gen und ge­tanzt. Rund 50 En­sem­bles mit ins­ge­samt et­wa 1000 Teil­neh­mern sind da­bei, ab 14 Uhr wer­ben sie für je­weils bis zu 20 Mi­nu­ten für die Welt­of­fen­heit Dres­dens.

Im An­schluss heißt es dann „Dres­den singt & mu­si­ziert“mit Dresd­ner Chö­ren und dem Fest­spiel­or­ches­ter. Die­ses Mit­mach-Kon­zert fin­det we­gen der Bau­ar­bei­ten an der Au­gus­tus­brü­cke erst­mals nicht an der Brühl­schen Ter­ras­se, son­dern auf dem Ne­u­markt statt. Zu­dem wur­de es von 21 Uhr auf 17 Uhr vor­ge­zo­gen, um dem abend­li­chen „10. Klas­sik-Pick­nickt“auf der Co­cker­wie­se kei­ne Kon­kur­renz zu ma­chen. So klingt und singt ganz Dres­den bis spät in die Nacht. hn

Al­le Stil­rich­tun­gen sind bei der „Klin­gen­den Stadt“ver­tre­ten, wenn die Mu­sik­fest­spie­le fra­gen: „Wie mu­si­ka­lisch ist Dres­den?“

„Dres­den singt & mu­si­ziert“fin­det am Sonn­abend erst­mals auf dem Ne­u­markt statt, zu­dem be­reits um 17 Uhr.

Cuar­te­to Ca­sals aus Spa­ni­en.

Mar­tin Bram­bach

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