Is­ra­el kappt Strom­ver­sor­gung im Ga­za­strei­fen

Dresdner Morgenpost - - POLITIK -

GA­ZA - Nur rund vier Stun­den täg­lich be­kom­men die Be­woh­ner des Ga­za­strei­fens mo­men­tan Strom aus dem öf­fent­li­chen Netz. Doch bald dürf­ten es noch we­ni­ger wer­den: Das Si­cher­heits­ka­bi­nett von Is­ra­els Pre­mier Ben­ja­min Ne­tan­ja­hu (67) hat be­schlos­sen, die Strom­ver­sor­gung wei­ter ein­zu­schrän­ken.

Die Ent­schei­dung folgt aus­ge­rech­net ei­ner Bit­te von Pa­läs­ti­nen­ser­chef Mahmud Ab­bas (82). Hin­ter­grund ist ein Macht­kampf zwi­schen sei­ner Fa­tah und der Ha­mas, die vor zehn Jah­ren ge­walt­sam die al­lei­ni­ge Kon­trol­le im Ga­za­strei­fen an sich ge­ris­sen hat­te. Er will die Ha­mas so un­ter Druck set­zen. Es wird je­doch be­fürch­tet, dass sich die hu­ma­ni­tä­re La­ge in dem Ge­biet wei­ter ver­schlim­mern und dies wie­der­um zu ei­ner neu­en Es­ka­la­ti­on der Ge­walt zwi­schen Is­ra­el und der Ha­mas füh­ren könn­te.

Ein Le­ben im Ker­zen­schein: Die Men­schen im Ga­za­strei­fen müs­sen der­zeit mit vier Stun­den Strom pro Tag aus­kom­men.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.