Ra­bia­te Krä­hen grei­fen Pas­san­ten an

Dresdner Morgenpost - - ERSTE SEITE -

Es ist ein Gru­sel­sze­na­rio wie bei Hitch­cocks Film­klas­si­ker „Die Vö­gel“(1963): Völ­lig über­ra­schend stür­zen sich Krä­hen auf Fuß­gän­ger, ha­cken, krat­zen, krei­schen. Jetzt grei­fen auch Dresd­ner Krä­hen an. Ers­te Atta­cke-Op­fer gab’s am Fritz-Löffler-Platz (Südvorstadt) und an der Pfo­ten­hau­er­stra­ße (Jo­hann­stadt). Die Jagd­be­hör­de warnt vor der ge­fie­der­ten Ge­fahr.

Doch was macht die Krä­hen so wild? „Wäh­rend die Jung­tie­re das Flie­gen ler­nen, schüt­zen die El­tern sie vor ver­meint­li­chen Ge­fah­ren. Da­bei at­ta­ckie­ren sie Men­schen und Tie­re mit Kral­len- und Schna­bel­hie­ben“, warnt die zu­stän­di­ge Un­te­re Jagd­be­hör­de.

Die Jung­tie­re sit­zen au­ßer­halb des Nes­tes, in Bü­schen oder auf Äs­ten. Bis An­fang Ju­li dau­ert die­se „Äst­lings­pha­se“der klei­nen Krä­hen. Der Tipp der Jagd­be­hör­de: „Ein über die Schul­ter ge­leg­ter Stock oder Re­gen­schirm er­zeugt bei den Krä­hen Re­spekt. Kopf­be­de­ckun­gen kön­nen vor Ver­let­zun­gen schüt­zen, soll­ten aber un­auf­fäl­lig sein.“

Vo­ge­l­ex­per­te Andreas Knoll (52) vom Na­tur­schutz­bund NA­BU emp­fiehlt: „Zü­gig vor­bei­ge­hen. Die Krä­hen ver­tei­di­gen nur den Be­reich, der ih­nen hei­lig ist.“In der Re­gel sind das bis zu 30 Me­ter rund um die Brut­stät­te.

Bei den Ka­me­ra­den der Dresd­ner Feu­er­wehr gab’s bis­lang Krä­hen-Ab­wehr­ein­sät­ze. „Die sind noch kein The­ma für uns“, so Feu­er­wehr­spre­cher Rainer Jo­nas (53). Doch Vor­sicht: So­wohl die Ra­ben­krä­he als auch die Ne­bel­krä­he kann an­grei­fen! Die An­zahl die­ser Tie­re in Dres­den ist nicht be­kannt.

Schar­fer schna­bel gro­ße Schwin­gen: We­res mit ei­ner wü­ten­den Krä­he zu­tun be­kommt, hat nichts zu la­chen ...

Auch am Fritz-Löffler-Platz ne­ben der Rus­sich-Or­tho­do­xen Ki­che gab es

Atta­cken.

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