An­woh­ner warn­ten vor Brand­ka­ta­stro­phe

Dresdner Morgenpost - - WELT -

LONDON - Die An­zahl der To­ten klet­ter­te in­zwi­schen auf 17. Wie vie­le Men­schen noch ver­misst wer­den, ist un­klar. Mög­li­cher­wei­se sind es mehr als 100. Und die Po­li­zei fürch­tet, da­mit könn­te die Op­fer­zahl noch deut­lich stei­gen. Das ist die bis­he­ri­ge Bi­lanz des Flam­men­in­fer­nos im Lon­do­ner Gren­fell To­wer.

Feu­er­wehr und Ret­tungs­kräf­te muss­ten ih­re Su­che un­ter­bre­chen. Es be­steht zwar kei­ne Ein­sturz­ge­fahr, den­noch ist der Wohn­turm noch zu un­si­cher.

Auch die Brand­ur­sa­che ist wei­ter un­klar. Aber glaubt man ei­ner An­woh­ner­grup­pe, war es nur ei­ne Fra­ge der Zeit, bis es in dem 24-stö­cki­gen Hoch­haus zur Ka­ta­stro­phe kam. So warn­te be­reits 2013 die „Gren­fell Action Group“vor den schlim­men Fol­gen, die ein Brand in dem Ge­bäu­de ha­ben könn­te. Feh­len­de Flucht­we­ge, zu­ge­park­te Feu­er­wehr­zu­fahr­ten und ka­put­te Strom­lei­tun­gen - die Lis­te der Män­gel war lang. Doch die Haus­ver­wal­tung igno­rier­te an­geb­lich die Be­schwer­den.

Groß­bri­tan­ni­ens Pre­mier­mi­nis­te­rin The­re­sa May (60) be­such­te ges­tern den Un­glücks­ort und ver­sprach ei­ne un­ab­hän­gi­ge Un­ter­su­chung des Feu­er­dra­mas.

Der obe­re Teil des Gren­fell

To­wers ist kom­plett zer­stört.

Pre­mier­mi­nis­te­rin The­re­sa May (60, r.) ver­spricht, die Schuld­fra­ge der Ka­ta­stro­phe zu

klä­ren.

Nach dem Brand­in­fer­no muss­te die Feu­er­wehr die Su­che im Ge­bäu­de un­ter­bre­chen.

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