Aus im Vier­tel­fi­na­le! Va­len­ti­na trös­tet ent­täusch­ten Pa­pa Haas

Dresdner Morgenpost - - SPORT -

STUTT­GART - Lie­be­voll nahm Ten­nis-Alt­star Tom­my Haas sei­ne Toch­ter Va­len­ti­na auf den Schoß, als sie nach sei­nem Ab­schied in Stutt­gart plötz­lich bei der Pres­se­kon­fe­renz auf­tauch­te.

„Sie ist der größ­te Grund, war­um ich das noch ma­che“, sag­te der 39-Jäh­ri­ge und strei­chel­te ihr übers Haar. Die Sechs­jäh­ri­ge lä­chel­te und klatsch­te für Pa­pas Wor­te auf dem klei­nen Po­di­um lei­se Bei­fall. Das 4:6, 4:6 im Vier­tel­fi­na­le ge­gen Mi­scha Zverev (Ham­burg) hat­te Pa­pa Haas je­doch eben­so wie sei­ner Toch­ter we­ni­ger Spaß ge­macht als der groß­ar­ti­ge Mo­ment mit dem Klas­se-Auf­tritt ge­gen Ro­ger Fe­de­rer (Schweiz) zwei Ta­ge zu­vor.

Nach sei­nem letz­ten of­fi­zi­el­len Match auf der An­la­ge des TC Weis­sen­hof hat­te es die ak­tu­el­le Num­mer 302 der Welt ei­lig. Di­rekt nach­dem ihm Mi­scha Zverev mit dem ers­ten Match­ball ein Stück­chen wei­ter Rich­tung Ten­nis-Ren­te ge­schickt hat­te, stell­te er sich den Fra­gen. „Kein Sport­ler ver­liert gern. Es kann sein, dass noch ein Schlä­ger ka­putt­ge­hen wird“, sag­te er ent­täuscht. „Im Gro­ßen und Gan­zen ist es ei­ne schö­ne Wo­che ge­we­sen.“Noch in die­sem Jahr will Haas sei­ne Kar­rie­re be­en­den.

Vor fast vol­ler Ku­lis­se auf dem 6000 Zu­schau­er fas­sen­den Cen­ter Court hat­te Haas ges­tern pha­sen­wei­se sein Kön­nen de­mons­triert, sein ers­tes Halb­fi­na­le seit drei Jah­ren aber ver­passt. An gu­ten Ta­gen kann es der ehe­ma­li­ge Welt­rang­lis­ten-Zwei­te noch im­mer mit ei­nem Ro­ger Fe­de­rer auf­neh­men, zu­min­dest wenn die­ser wie am Mitt­woch nicht in Best­form ist. Den an sechs ge­setz­ten Zverev är­ger­te er teils mit sei­ner Vor­hand, sei­ner Prä­zi­si­on und sei­nem Ball­ge­fühl. Der äl­tes­te Vier­tel­fi­na­list auf der ATP-Tour seit Jim­my Con­nors 1995 in Hal­le (42 Jah­re) war aber nach sei­nen zahl­rei­chen Ver­let­zun­gen drei Par­ti­en bin­nen vier Ta­gen nicht mehr ge­wohnt.

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