Bosch-Fa­b­rik sucht noch ein Bau­grund­stück

Dres­den feg­te im Mil­li­ar­den-De­al Sin­ga­pur und New York aus dem Ren­nen

Dresdner Morgenpost - - DRESDEN -

Ei­ne Mil­li­ar­de Eu­ro will Bosch in ei­ne neue Chip-Fa­b­rik in Dres­den in­ves­tie­ren. Der Frei­staat setz­te sich da­bei u.a. ge­gen Sin­ga­pur und New York durch. 700 neue Jobs sind ge­plant. Jetzt fehlt bloß noch ein Grund­stück.

„Wir ha­ben wirk­lich welt­weit ge­schaut und uns dann für Dres­den ent­schie­den“, so Bosch-Ge­schäfts­füh­rer Dirk Hoh­ei­sel (58). Den Aus­schlag hät­ten da­bei nicht nur die För­der­gel­der ge­ge­ben, son­dern un­ter an­de­rem auch die Nä­he zu For­schungs­ein­rich­tung und die Er­fah­rung der Re­gi­on im Halb­lei­ter­be­reich, be­ton­te er. Der Bund will das Pro­jekt mit bis zu 200 Mil­lio­nen Eu­ro för­dern. Zu­dem sind 100 Mio. Eu­ro Lan­des­för­der­mit­tel mög­lich, so Wirt­schafts­staats­se­kre­tär Mat­thi­as Mach­nig (57, SPD). Das Werk soll zu­nächst Chips für Au­tos, et­wa Air­bags, bau­en.

Spä­ter will der welt­größ­te Au­to­mo­bil­zu­lie­fe­rer auch Sen­so­ren fer­ti­gen. Die er­ken­nen et­wa, ob ein Au­to um­zu­kip­pen droht. Bosch ent­wi­ckelt als Zu­lie­fe­rer auch Tech­no­lo­gie für selbst fah­ren­de Fahr­zeu­ge. Es sei ei­ne grund­sätz­li­che Ent­schei­dung, die Pro­duk­ti­on der Chips in ei­ge­ner Hand zu be­hal­ten, so Hoh­ei­sel.

Wo ge­nau die Chip-Fa­b­rik ent­steht, ist noch un­klar. „Wir su­chen in Dres­den ein 60 000 Qua­drat­me­ter gro­ßes Grund­stück“, so ein Bosch-Spre­cher. Der Bau soll zum Jah­res­wech­sel 2017/18 star­ten, En­de 2021 die

Pro­duk­ti­on. mor

Bosch steht für High-Tech. Hier das Halb­lei­ter­werk in Reut­lin­gen. Auch Dres­den be­kommt ein mo­der­nes Halb­lei­ter­werk des Kon­zerns.

Freu­de über die An­sied­lung bei Sach­sens Mi­nis­ter­prä­si­dent Sta­nislaw Til­lich (58, CDU, r.) und Bosch-Ma­na­ger Dirk Hoh­ei­sel (58).

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